Wahrig Herkunftswörterbuch
recht
dieses Adjektiv
[Info]mhd.
,ahd.
reht entstammt einer Partizipialform desidg.
Verbs *reg– „geraderichten“ und bedeutete urspr. „gerade“recht und billig
Erst seit dem 18. Jahrhundert hat etwas Billiges einen niedrigen Preis. In dieser Bedeutung wird das Adjektiv heute noch verwendet, jedoch mit immer deutlicheren abwertenden Untertönen (vgl. Wendungen wie das ist eine billige Ausrede). In den Jahrhunderten davor gebrauchte man es noch als Synonym für recht, drückte damit allerdings eine Bedeutungsnuance aus: Als Billigkeit galt das natürliche Rechtsempfinden, dem das in Gesetzen niedergelegte, kodifizierte Recht gegenüberstand. In der Zwillingsformel recht und billig „richtig und gerecht“, die seit dem 11. Jahrhundert belegt ist, schrieb man billig übrigens zunächst noch billich. Der billige Preis, den man für etwas bezahlte, war also ursprünglich ein Preis, der der Sache angemessen war und der dem Rechtsempfinden entsprach. Diese alte Bedeutung von billig ist heute nur noch in der Formel das ist nur recht und billig und in dem Verb billigen „gutheißen, für angemessen erachten“ erhalten.
Wissenschaft
Die Kinder-Graffiti von Pompeji
Jüngst bei Ausgrabungen in Pompeji zum Vorschein gekommene Kohlezeichnungen, werden Kindern zugeschrieben. Sie zeigen Gladiatoren, Boxer und wilde Eber – und sie gewähren einen weiteren Einblick in das Leben der Menschen kurz vor der Katastrophe. von DAVID NEUHÄUSER Als im 19. Jahrhundert das „Corpus Inscriptionum Latinarum“, die...
Wissenschaft
Warum alte Hyänen trotz stumpfer Zähne nicht verhungern
Manche Raubtiere fressen besonders viel Fleisch, wodurch sich mit der Zeit ihre Zähne abnutzen. Nun haben Forscher untersucht, wie sich diese “Hypercarnivoren” an den Verschleiß ihrer Eck- und Reißzähne im Alter anpassen, um dennoch ausreichend fressen zu können. Dabei zeigte sich, dass manche knochenbrechende Hyänenarten ihre...