Lexikon
Defibrillatiọn
[lateinisch]
Behandlungsmethode, die bei lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen, dem Kammerflimmern und dem Kammerflattern, im Rahmen der Wiederbelebung eingesetzt wird. Sie erfolgt durch Stromstöße mittels eines Defibrillators, die eine geordnete Erregung des Herzmuskels und damit den normalen Schlagrhythmus des Herzens (Sinusrhythmus) wieder herstellen sollen. Man kann im Prinzip zwei Anwendungsweisen unterscheiden: Bei der äußeren Defibrillation werden zwei breitflächige Elektroden auf den Brustkorb gedrückt, um einen elektrischen Strom durch den Körper zu leiten. Dieser Stromstoß führt in vielen Fällen zum normalen Rhythmus zurück. Bei automatisierten externen Defibrillatoren (AED) ist die Handhabung so vereinfacht, dass sie auch von Laien eingesetzt werden können. Dabei muss die Defibrillation, um wirksam zu sein, im Zusammenhang mit den Basismaßnahmen der Reanimation, Atemspende und Herzdruckmassage, durchgeführt werden. Bei der inneren Defibrillation löst ein implantierter Defibrillator bei Kammerflimmern oder Kammerflattern einen Stromstoß aus, um das Herz in seinen normalen Rhythmus zurückzuführen.
Wissenschaft
Eis auf dem Mond – und ein Rätsel
Radioaktivität bei einem uralten Vulkan auf dem Erdtrabanten wirft Fragen auf. Und wie entstand ein gewaltiges Granitgebilde im Untergrund? von THORSTEN DAMBECK Die Südpolregion des Mondes steht schon lange im Fokus der Raumfahrtplaner, die polnahe bemannte Basen errichten wollen. Denn dort gibt es Wassereis, eine wichtige...
Wissenschaft
Energiekrise im Gehirn
Ablagerungen des Amyloid-Proteins im Gehirn sind charakteristisch für die Alzheimer-Erkrankung. Es mehren sich Hinweise, dass außerdem die Mitochondrien, also die Energieversorger unserer Zellen, eine bedeutende Rolle im Krankheitsverlauf spielen. von CINDY HEMPP Es ist der 3. November 1906, als Alois Alzheimer bei der 37....