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LEXIKON

Defibrilltor

[lateinisch]
elektrisches Gerät, das bei Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern, die zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand führen, zur Defibrillation sowie bei Vorhofflimmern zur elektrischen Kardioversion genutzt wird. Defibrillatoren werden im Rahmen der Notfallmedizin zur Wiederbelebung eingesetzt und sind mittlerweile an vielen öffentlichen Orten zugänglich. Bei der hier zum Einsatz kommenden äußeren Defibrillation werden zwei breitflächige Elektroden auf den Brustkorb gedrückt (oder geklebt), um einen elektrischen Strom durch den Körper zu leiten, der in vielen Fällen den normalen Herzrhythmus (Sinusrhythmus) wieder auslöst. Für die Anwendung durch geschulte Ersthelfer oder Laien stehen automatisierte externe Defibrillatoren (AED) mit stark vereinfachter Bedienbarkeit (automatische EKG-Messung, sprachgesteuerte Bedienungsanweisung) zur Verfügung. Daneben gibt es zur inneren Defibrillation bei wiederkehrenden Rhythmusstörungen einen implantierbaren Kardioverter-Defibrillator (ICD), der wie ein Herzschrittmacher unter der Haut eingepflanzt und mit seinen Elektroden im Herzen verankert wird. Er sendet bei Bedarf selbsttätig einen Elektroimpuls aus.
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