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GESUNDHEIT A-Z

Defibrillator

elektrisches Gerät, das bei Herzrhythmusstörungen, die zu einem Zusammenbruch des Kreislaufs führen (Kammerflimmern), zur Defibrillation genutzt wird. Dabei versetzt man dem Körper einen elektrischen Schlag in einer Stärke zwischen 50 und 350 Wattsekunden. Der Gleichstrom wird über zwei Elektroden geleitet, die direkt auf den Brustkorb des Patienten gelegt werden - und zwar im Verlauf der Herzachse von rechts oben nach links unten. Durch den Stromstoß - evtl. durch mehrere - werden die Zellen des Erregungsleitungssystems des Herzens gleichzeitig erregt. Dadurch entsteht eine geordnete Aktion. Der Patient muss im Rahmen der Reanimation vor einer Defibrillation u. a. gut mit Sauerstoff versorgt sein. Die sog. Kardioversion beruht auf einem ähnlichen Prinzip, allerdings richtet sich der Zeitpunkt des abgegebenen Stromstoßes nach der Herzaktion.
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