Lexikon

Jedermann

das allegorische Spiel vom Sterben des reichen Mannes und von der Nichtigkeit der irdischen Schätze; es geht auf orientalische Parabeln zurück, erschien Ende des 15. Jahrhunderts als Moralität in England („Everyman“), in den Niederlanden (Peter van Diest: „Elckerlijc“, Druck 1495) und fand eine lateinische Ausgestaltung im „Homulus“ (1536) des C. Ischyrius, im Schuldrama „Hecastus“ (1539) des G. Macropedius. Im 20. Jahrhundert überkonfessionelle Nachdichtung (1911) durch H. von Hofmannsthal, uraufgeführt 1911 in Berlin, wiederaufgeführt 1920 anlässlich der ersten Salzburger Festspiele, als deren Grundbestandteil das Spiel bis heute gilt.
Brandauer, Klaus Maria
Klaus Maria Brandauer und Elisabeth Trissenaar
Eine Szene aus »Jedermann« bei den jährlich stattfindenden Salzburger Festspielen mit Elisabeth Trissenaar und Klaus Maria Brandauer
Salzburger Festspiele: Jedermann
Theaterzettel: Jedermann
Theaterzettel zur Aufführung von »Jedermann» bei den ersten Salzburger Festspielen im August 1920.
Foto von zwei Spechten auf einem schmalen Baumstamm sitzend
Wissenschaft

Spechte grunzen beim Aufschlag wie Tennisspieler

Spechte hämmern mit enormer Wucht auf Holz ein. Als Werkzeug dient ihnen dabei aber nicht nur ihr Schnabel, sondern der ganze Körper, wie Forschende herausgefunden haben. Demnach spannen die Vögel zahlreiche Muskeln in ihrem ganzen Körper an, um sich zu stabilisieren, und verwandeln sich so in einen lebenden Hammer. Gleichzeitig...

Gammastrahlen, Gammablitz
Wissenschaft

Rätselhafter Gammablitz

Fraß ein Schwarzes Loch einen Stern von innen auf? von RÜDIGER VAAS Kosmische Gammastrahlen-Ausbrüche, kurz GRBs oder Gammablitze genannt, zeigen sich ungefähr einmal am Tag irgendwo am Himmel. Sie dauern höchstens wenige Minuten und entstehen bei der Kollision von Neutronensternen oder der Detonation massereicher Sterne. Nun hat...