Lexikon

Macht

die Summe von Mitteln und Fähigkeiten, eigene Absichten durchzusetzen. In der Soziologie (M. Weber) definiert als „Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Chance beruht“. Die Machtsoziologie untersucht die Formen der Macht (als Zwang, Gewalt, ideelle Macht), die Machtverteilung in sozialen und politischen Gebilden, die Gesetze des Machterwerbs und -verlusts, die Organisation der Macht (Polizei, Streitkräfte), die Vergegenständlichung der Macht z. B. in der ökonomischen Stärke (Macht des Geldes). Zu den besonderen Problemen der Machtsoziologie gehört das Verhältnis von Macht und Recht sowie von Macht und Sittlichkeit (politische Ethik). Die Machtpsychologie befasst sich mit Machtbewusstsein, Machttrieb, mit den psychologischen Auswirkungen von Machtkonflikten. Im Verhältnis zum Recht ist die Macht in zweifacher Hinsicht bedeutsam. Einerseits bedarf das Recht weithin zu seiner Durchsetzung der Macht, insbesondere des Staates als des Inhabers von Macht (Zwangsvollstreckung rechtskräftiger Urteile). Andererseits steht das Recht in der Gefahr, von der Macht, konkret von dem jeweiligen Machthaber (Einzelner, Stand, Klasse), abhängig zu sein und nach den Interessen oder Ideen des jeweiligen Inhabers der äußeren Wirkungskraft gestaltet zu werden mit der Folge: Macht geht vor Recht. Im Gegensatz hierzu soll das Recht von dem Streben nach Gerechtigkeit im Sinne von Harmonie, Wohlwollen und Menschenliebe gestaltet werden.
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Abstürzende Satelliten schädigen Ozonschicht

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