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wissen.de Artikel

Lexikon-Methode

Beschreibung

Eine anspruchsvollere Kreativitätstechnik zur Findung von Ideen ist die Lexikon-Methode. Ihr Einsatz bietet sich an, wenn ein Team sich in seinen Bemühungen, eine Aufgabe zu lösen, festgefahren hat oder wenn von vornherein die Absicht besteht, eine besonders kreative Lösung zu entwickeln.
Das Konzept der Methode geht davon aus, dass wir durch die Anwendung klassischer Assoziationstechniken (wie dem Brainstorming) selten neue Lösungen und Ideen finden. Der Grund dafür ist, dass wir uns gedanklich nicht weit genug von der Aufgabe entfernen und deshalb zu Lösungen kommen, die naheliegend sind.
Kreative Lösungen entstehen jedoch oft durch die Kombination von gedanklichen Inhalten, die aus völlig verschiedenen Denkbereichen kommen. Deshalb ist es erstrebenswert, sich gedanklich möglichst weit von der ursprünglichen Aufgabe zu entfernen.
Dabei unterstützt uns die Lexikon-Methode, indem sie eine zufällig gefundene Denkebene ins Spiel bringt. Durch das beliebige Aufschlagen eines Lexikons finden wir einen zufälligen Begriff, der jetzt Teil unserer Arbeit wird:
Zuerst befassen wir uns mit dem Begriff aus dem Lexikon; wir analysieren den Begriff und suchen nach seinen Eigenschaften, Merkmalen und Strukturen. Die so gefundenen Ergebnisse halten wir fest. Danach wenden wir uns wieder unserer ursprünglichen Fragestellung zu. Ausgangspunkt dafür sind jetzt jedoch die festgehaltenen Ergebnisse zu unserem Lexikonbegriff.
So fragen wir uns z. B., welche Gemeinsamkeiten wir zwischen den Merkmalen unseres Begriffes und unserer Aufgabe feststellen können, oder wir versuchen Eigenschaften des Begriffes auf unser Problem zu übertragen. Durch diese Verknüpfung der beiden Denkebenen entstehen viele neue Ansätze und Ideen, die in den meisten Fällen wirklich überraschend, neu und dadurch kreativ sind.

Methode

Die Lexikon-Methode ist eine Methode des “Random-Input“. Die Idee des Random-Input eines Begriffs besteht in der zufälligen Etablierung einer neuen (Denk-)Ebene im Umgang mit dem Problem bzw. bei der Lösung der Aufgabe. Die Random-Input-Technik ist von Edward de Bono entwickelt worden.

Einsatzgebiete

Lösung von anspruchsvolleren kreativen Aufgabenstellungen, Findung von konzepttragenden Ideen, Entwicklung origineller Ideen, Werbung, künstlerische Bereiche

Teilnehmer

Für Einzel- und Teamarbeit geeignet

Zeitbedarf

ca. 60 - 90 Minuten

Ablauf

Nach Problemstellung und -klärung wird die Aufgabe klar definiert und formuliert. Spontanlösungen werden festgehalten. Durch das Aufschlagen einer beliebigen Lexikonseite und das zufällige Auswählen eines Begriffs wird ein Wort gefunden. Dieser Begriff wird analysiert, Eigenschaften, Merkmale spontan gefunden und festgehalten.
Anschließend erfolgt die Suche nach Lösungen für die ursprüngliche Aufgabenstellung. Dabei bilden die gefundenen Qualitäten des Reizwortes den Ausgangspunkt; durch Assoziation und Analogiebildung werden sie auf die Aufgabenstellung übertragen.

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