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Dialyse

Die Blutreinigung

Die Dialyse (von griechisch "dialysis" = Auflösung oder Trennung) ist ein medizintechnisches Verfahren zur Entfernung überflüssigen Wassers und von Giftstoffen aus dem Blut mit Hilfe einer künstlichen Niere. Allgemein auch als "Blutwäsche" bekannt wird sie notwendig, wenn die Funktion der Nieren hochgradig eingeschränkt ist.

Im Jahr 1913 entwickelt John J. Abel von der Johns Hopkins Medical School in Baltimore ein erstes Dialyse-System und erprobt es in Tierversuchen. 1926 dialysiert der deutsche Mediziner Georg Haas in Gießen erstmals einen Patienten mit akutem Nierenversagen. Obwohl der therapeutische Ansatz richtig ist, stirbt der Patient, da die Nutzen bringenden Effekte noch zu klein sind.

Erst 1945 schafft der Niederländer Willem Kolff den Durchbruch für das Behandlungsverfahren. Erstmals überlebt eine Patientin mit akutem Nierenversagen. Im Jahr 1960 beginn man eine Langzeit-Dialyse-Behandlung bei einem Patienten. Der Amerikaner Clyde Shields überlebt elf Jahre mit der Behandlung.

1979 bringt Fresenius ein neuartiges Dialyse-System mit Ultrafiltrations-Kontrolle auf den Markt. Das Gerät erlaubt eine zuverlässige Überwachung des Verfahrens und setzt einen bis heute gültigen Standard für die Dialyse-Behandlung. Seit 1995 macht das HDF-Verfahren (Hämodiafiltration) eine schonende und hocheffiziente Dialyse einer breiten Patientengruppe zugänglich.

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Alexander Stahr
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