Lexikon
Weiße-Kragen-Kriminalität
englisch White Collar Crime, die Kriminalität der höheren sozialen Schichten (Gegensatz: Blaue-Kragen-Kriminalität). Die von dem US-amerikanischen Soziologen E. H. Sutherland erstmals 1940 entwickelte Theorie nimmt an, dass die Angehörigen der oberen Schichten sich nicht anders verhalten als die „kleinen Leute“, aber häufiger unentdeckt bleiben, weil sie weniger sichtbare (auffällige) Straftaten begehen und die Organe der Strafverfolgung Täter vornehmlich unter den Angehörigen der Unterschichten suchen. Oft handelt es sich um Rechtsbrüche, die von Personen im Geschäftsleben, im Staatsdienst oder in freien Berufen begangen werden, gleichsam in Ausübung des Berufs. Die Täter missbrauchen das ihrem Beruf notwendigerweise entgegengebrachte Vertrauen. Zur Weiße-Kragen-Kriminalität gehören insbesondere die meisten Fälle von Wirtschaftskriminalität.
Wissenschaft
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Wissenschaft
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In verschiedenen Meeresalgen haben Forschende neuartige Symbiosen mit stickstofffixierenden Bakterien entdeckt. Eine dieser Symbiosen geht sogar so weit, dass sich Bakterium und Alge zu einem einzigen Organismus entwickelt haben. von ELENA BERNARD Kieselalgen produzieren nicht nur jede Menge Sauerstoff. Sie tragen auch dazu bei,...