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Onlinesucht

Onlinesucht: Was steckt dahinter?

Nach einer Studie im Auftrag der Bundesdrogenbeauftragten Mechthild Dyckmans sind in Deutschland über eine halbe Million Menschen onlinesüchtig. Laut mancher Presse jedoch weist die Studie Lücken auf, und die Politikerin sieht sich dem Vorwurf des blinden Aktionismus ausgesetzt. Sie wolle gegen eine Sucht vorgehen, ohne dass diese wirklich nachgewiesen sei. Was ist dran an der Behauptung? Ist es wirklich Onlinesucht, die manche Menschen für etliche Stunden vor den Computer bannt?

 

Die Studie

Onlinesucht

wer sein Leben verpasst, weil er sich nicht vom Bildschirm trennen kann – es sei denn, von Berufs oder Studiums wegen – benötigt Hilfe.

Lange Zeit galt die Datenlage über die Verbreitung von Internetabhängigen in der deutschen Bevölkerung als lückenhaft, basierte auf nicht repräsentativen Stichproben. Die von November 2011 bis Februar 2012 vorgenommene Studie PINTA – Prävalenz, also Häufigkeit der Internetabhängigkeit – sollte es richten, und zwar mithilfe der modernen Statistikmethode LCA (Latent Class Analyse). Die sah vor, aufgrund bestimmter Antwortmuster Personengruppen zusammenzufassen, die mit einer Onlinesucht übereinstimmende Besonderheiten aufwiesen.

Unter den 15.024 telefonisch Befragten im Alter von 14 bis 64 Jahren will die Studie ein Prozent ausgemacht haben, bei dem „mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Abhängigkeit vorliegt.“ Die Quote vervierfacht sich bei den 14- bis 16-Jährigen. Auffallend ist hier der höhere Anteil an Mädchen, nämlich 4,9 Prozent gegenüber 3,1 Prozent der Jungen. Beide Geschlechter zieht es überwiegend in die sozialen Netzwerke wie Facebook, während sich Mädchen kaum, Jungen hingegen zu einem guten Drittel mit Onlinespielen vergnügen.

 

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von wissen.de-Autor Jens Ossa
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