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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE
Man:
Zahlreiche Fremdwörter im Deutschen gehen auf das lateinische Wort
manus
für „Hand“ zurück. Unmittelbar zu erkennen ist es beispielsweise in dem Adjektiv
manuell
„von Hand“. In anderen Fällen ist der Bezug nicht derart augenfällig.
Manager
das aus dem Englischen entlehnte Wort für „Verwalter“, „Betriebsleiter“ oder „Betreuer“ kommt vom italienischen
maneggiare
„handhaben“, „behandeln“ (zu lateinisch
manus
+
agere
„tun“, „handeln“, „in Bewegung setzen“);
Mandat
Auftrag, Weisung (aus lateinisch
manu datum
„das in die Hand Gegebene“);
Manege
der Name der kreisförmigen Vorführungsfläche im Zirkus, die seit rund 200 Jahren meist den klassischen Durchmesser von 13 Metern hat, kommt vom französischen
manège
für Reitbahn. Abgeleitet ist dieses Wort wie der
Manager
aus dem italienischen
maneggio
(zu lateinisch
manus
+
agere
„handeln“, „in Bewegung setzen“);
Manier
das von dem gleichbedeutenden französischen
manière
übernommene Wort für „Art und Weise“, „Eigenart“, dessen Plural
Manieren
die Bezeichnung für Umgangsformen ist, geht auf das lateinische
manuarius
„zur Hand gehörig“ zurück.
Manieren
sind eigentlich also die Art und Weise, wie etwas gehandhabt wird;
Manifest
öffentliche Erklärung, Programm (aus lateinisch
manifestus
„offenbar“, eigentlich: „so deutlich, dass man es mit den Händen greifen kann“);
Maniküre
Handpflege (aus lateinisch
manus
+
curare
„pflegen“);
Manöver
das Wort für „Truppenübung“ ist die eingedeutschte Version des gleichbedeutenden französischen Ausdrucks
manœuvre
und bedeutet eigentlich einfach „Handwerk“. Die militärische Bedeutung ist seit Mitte des 18. Jahrhunderts belegt. Das Wort setzt sich zusammen aus
main
für Hand und
œuvre
für „Arbeit“, „Werk“ (zu lateinisch
manus
+
opus
„Werk“);
Manufaktur
Betrieb, in dem Waren von Hand hergestellt werden (zu lateinisch
manus
+
facere
„machen“, „tun“);
Manuskript
handgeschriebener Text (aus lateinisch
manu scriptum
„mit der Hand Geschriebenes“).
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