Lexikon
Buchpreisbindung
die im Buchpreisbindungsgesetz vom 2. 9. 2002 verankerte gesetzliche Verpflichtung, für Bücher, Musiknoten oder kartographische Produkte einen festgesetzten Ladenpreis beim gewerbs- oder geschäftsmäßigen Verkauf einzuhalten (vertikale Preisbindung, Preisbindung zweiter Hand). Gemäß § 5 Preisbindungsgesetz sind Verlage und Importeure zur Preisfestsetzung verpflichtet. Ziele der gesetzlichen Regelung sind der Schutz des Kulturgutes Buch und die Sicherung eines breiten Buchangebots. Auch Zeitungen und Zeitschriften können im Preis gebunden werden (§ 30 Abs. 1 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen) und sind vom grundsätzlichen Verbot der Preisbindung ausgenommen. Bei Buchexemplaren mit Mängeln oder Exemplaren für Verlagsautoren zum Eigenbedarf gilt die Buchpreisbindung nicht; auch der Verkauf von Büchern an Lehrer zum Zwecke der Prüfung einer Verwendung im Unterricht ist von der Buchpreisbindung ausgenommen. Die Buchpreisbindung kann 18 Monate nach erstmaligem Erscheinen eines Buches aufgehoben werden. In Österreich ist die Rechtslage ähnlich wie in Deutschland und den meisten Ländern der Europäischen Union; in der Schweiz wurde die Buchpreisbindung 2007 aufgehoben.
Wissenschaft
Besserer Impfschutz durch Injektionen in denselben Arm
Linker oder rechter Arm? In welchen Körperteil wir eine Impfspritze erhalten, ist eigentlich egal. Bei einer Auffrischungsimpfung ruft allerdings eine Spritze im selben Arm wie bei der ersten Dosis eine schnellere und wirksamere Immunantwort hervor. Warum das so ist, haben nun Wissenschaftler anhand der Corona-Impfung...
Wissenschaft
Saugen und stechen
Manche Insekten haben es auf Pflanzensäfte abgesehen, andere bevorzugen Blutmahlzeiten. Forscher nutzen hochauflösende Kameras, um die filigranen Mundwerkzeuge zu untersuchen. von TIM SCHRÖDER An einem Januartag im Jahr 1862 überreicht ein Bote dem Naturforscher Charles Darwin eine kleine Kiste. Sie ist randvoll gefüllt mit...