Lexikon
Wiechert, Ernst: Hirtennovelle
- Erscheinungsjahr: 1935
- Veröffentlicht: Deutsches Reich
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Hirtennovelle
- Genre: Erzählung
Fluchthaltung und Illusion bestimmen das Werk Ernst Wiecherts (* 1887, † 1950), der nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Deutschen Reich geblieben ist und hier, wie nur wenige andere, eine aufrechte Widerstandshaltung einnimmt, zugleich jedoch versucht, sich »jenseits der Zeit« zu halten. In seinen Romanen, Erzählungen und Novellen stellt er grüblerisch-empfindsam in der Auseinandersetzung mit der Natur seiner ostpreußischen Heimat und ihren einzelgängerischen Menschen die Frage nach dem Sinn der Welt und der Gerechtigkeit Gottes und propagiert das sinnerfüllte »Einfache Leben« (1939). In der »Hirtennovelle« opfert ein ostpreußischer Hirtenjunge, Inbegriff des »einfachen Menschen«, sein Leben, um ein Lamm zu retten. – 1938 wird Wiechert wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt im KZ Buchenwald inhaftiert, wo er in der Anstaltsbibliothek seine eigenen Bücher vorfindet.
Wissenschaft
Urzeitlicher Entwicklungsschub der Eukaryoten
Vor etwa 1,8 Milliarden Jahren entstanden die ersten Organismen mit Zellkern, die Eukaryoten. Wie ihre frühe Entwicklung verlief, war allerdings bislang weitgehend unklar. Anhand einer umfassenden Analyse der verfügbaren Fossilien haben Forschende nun ein Diagramm des Lebens erstellt, das für fast zwei Milliarden Jahre zeigt, wie...
Wissenschaft
Den Weißen Hai entthront
Seit Steven Spielbergs Film in den 1970er-Jahren gilt der Weiße Hai als Schrecken der Meere: grausam, gefährlich, übermächtig. Doch nun ist er selbst zum Gejagten geworden. von BETTINA WURCHE Weiße Haie sind nicht mehr die Top-Prädatoren vor der südafrikanischen Küste. Sie sind nun selbst die Gejagten – von Schwertwalen, die es...