Lexikon
Barlach, Ernst: Ein selbsterzähltes Leben
- Erscheinungsjahr: 1928
- Veröffentlicht: Deutsches Reich
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Ein selbsterzähltes Leben
- Genre: Autobiografie
Zehn Jahre vor seinem Tod legt der deutsche Bildhauer, Grafiker und Dichter Ernst Barlach (* 1870, † 1938) beim Verlag Bruno Cassirer in Berlin seine Autobiografie unter dem Titel »Ein selbsterzähltes Leben« vor. 83 Abbildungen illustrieren das Buch des vielseitigen Künstlers. Auf einer Russlandreise fand Barlach 1906 die endgültige Richtung seiner bildhauerischen Arbeit: Die einfachen bäuerlichen Schnitzwerke, die nach alten byzantinischen Vorbildern gearbeitet waren, erkannte er als seiner eigenen künstlerischen Auffassung wesensverwandt. Im Mittelpunkt seiner Werke steht das menschliche Leid – Arme und Bedrückte, Geknechtete, Gefangene und Verzweifelte –, aber auch die Hoffnung auf Erlösung aus Dunkelheit und Unterdrückung. In seinen Holzbildwerken und Bronzefiguren, Zeichnungen und Holzschnitten sowie in seinem literarischen Werk gestaltete der ab 1910 zurückgezogen in Güstrow in Mecklenburg lebende Künstler innere und äußere Lebenssituationen und seelische Verfassungen des Menschen. Unter seinen literarischen Werken sind die Dramen »Der tote Tag« (1912), »Der arme Vetter« (1918), »Die echten Sedemunds« (1920), »Der Findling« (1922), »Die Sündflut« (1924) und »Der blaue Boll« (1926) hervorzuheben.
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