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Rätsel des Alltags

Mit Tieren reden

Kann man mit Tieren reden?
Kann man mit Tieren reden?

Wir kennen Pferdeflüsterer. Kann man wirklich einen Dialog mit Tieren führen?

Man kennt Dr. Dolittle, den netten Doc, der sich mit Tieren unterhalten kann? Das ist natürlich eine erfundene Figur. Aber die Frage ist, ob man sich tatsächlich mit Tieren unterhalten kann und wie? Denn es gibt ja verschiedene Möglichkeiten der Unterhaltung. Darunter Zeichensprache und Gesten.

Das Wunderkind Tippi

Tippi Degré wurde 1990 als Tochter eines französischen Fotografenpaares in der Namibischen Stadt Windhoek geboren. Sie ist in Afrika aufgewachsen, war stets von Tieren umgeben und näherte sich von klein an ohne Furcht den Tieren. Tippi scheint über eine Möglichkeit zu verfügen, sich über die Augen mit den Tieren zu unterhalten. Selbst wilde Tiere verhalten sich ihr gegenüber sehr zutraulich und lassen sich ohne Furcht von ihr berühren oder spielen sogar mit ihr. Aber seltsamerweise kann sie sich nur mit den Tieren in Afrika unterhalten.

Laute und Gesten aneignen

Nun, egal ob das alles stimmt oder nicht, Forscher versuchen schon lange herauszufinden, wie man sich mit Tieren unterhalten kann. Dazu muss man erst einmal herausfinden, welche Laute und Gesten bei einer Tierart was bedeuten. Wenn man das nach intensiver Beobachtung herausgefunden hat, muss man versuchen, sich diese Laute und Gesten anzueignen.

Geschickter als unsere Verwandten

Einfache Aussagen wie „Ich habe Angst“, „Achtung Gefahr!“ oder „komm hierher“ sind – je nach Tierart – möglich. Das Ganze funktioniert auch umgekehrt, indem Tiere Laute und Gesten erlernen, um irgendetwas auszuführen. Das machen sich Dompteure ebenso zu Nutze wie Trainer von Drogen- oder Blindenhunden. Forscher vom Max-Planck-Institut in Leipzig und von der Harvard University in Cambridge (USA) haben mit verschiedenen Tests herausgefunden, dass Hunde geschickter als Menschenaffen und Wölfe sind, wenn es darum geht, Signale des Menschen richtig zu deuten.

Domestizierungsprozess

Die Forscher gehen davon aus, dass Hunde ihre Fähigkeiten der Verständigung mit dem Menschen während der jahrtausendelangen Auslese, dem so genannten „Domestizierungsprozess“, erworben haben. Hund und Mensch haben also über lange Zeit gelernt, sich auf eine ganz bestimmte Art und Weise zu unterhalten. Das trifft auch in ähnlicher Weise auf Mensch und Pferd zu. Pferdeflüsterer verstehen die Gebärdensprache des Pferdes und können es dazu bringen Dinge zu tun, die es bei seinem Besitzer nie getan hat.
 

Dr. Alexander Stahr
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