Wahrig Herkunftswörterbuch
Albtraum
Wenn einer unserer Vorfahren einen Albtraum hatte, stand er nach dem Glauben seiner Zeitgenossen unter dem Einfluss des Albs, eines dämonischen Wesens in Tier– oder Menschengestalt. Dieses Wesen, das auch als Nachtmahr (vgl. engl. nightmare „Albtraum“) bezeichnet wurde, drückte dem Schläfer so auf die Brust, dass er kaum Luft bekam. Dieses Bild zeigt sich auch noch in der Wendung Albdruck oder Albdrücken haben, die schon in der mhd. Literatur belegt ist (mich drucket heint der alp so hart, dasz mir aus gieng der oten). Erst eine Abwehrbewegung oder ein Aufschrei befreite den Schläfer von dem nächtlichen Dämon. Die männlichen Formen Alb, Alp oder Alf und die ausgestorbene weibliche Form Albe sind sprachgeschichtlich verwandt mit dem engl. elf, das den deutschen Wörtern Elf und Elfe zugrunde liegt. In der Romantik wurden die ursprünglich gefährlichen Alben zu den zierlichen Elfen unserer Tage.
Wissenschaft
Gesunde Berührung
Hautkontakt wirkt sich positiv auf Schmerzleiden, Depressionen und Ängste aus. Die größte Wirkung könnte von Streichelneuronen ausgehen. von SUSANNE DONNER Wenn ihre Enkelkinder zu Besuch kamen, wünschte sich die über 90-jährige Frau immer, dass sie ihr die Haare wuschen. „Und bitte massiert das Shampoo kräftig ein“, bat sie und...
Wissenschaft
Wie Kalorienangaben unsere Lebensmittelauswahl beeinflussen
Welchen Effekt haben Kalorienangaben auf Lebensmitteln? Dieser Frage ist nun eine Cochrane-Metastudie mit Daten von rund 10.000 Personen nachgegangen. Demnach können die Kennzeichnungen Verbrauchern tatsächlich dabei helfen, sich für kalorienärmere Lebensmittel zu entscheiden. Der Effekt ist allerdings nur gering: Bei einer...