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WAHRIG HERKUNFTSWöRTERBUCH

Hand

die Bezeichnung geht auf
mhd.
hant,
ahd.
hant zurück und ist germanischen Ursprungs; vermutet wird eine Ableitung zu der germanischen Verbwurzel *henþa „fangen, greifen“; demnach ist die Hand nach ihrer Funktion des Greifens benannt worden; gleichen Ursprungs ist auch
got.
frahinþan „fangen, fassen“; mit Hand wurden zahlreichen Zusammensetzungen und Präfigierungen gebildet; so z. B.
abhanden
„aus den Händen“ und
vorhanden
, zunächst in der Bedeutung „vor der Hand“, später dann als „vorrätig, verfügbar“ geläufig; die Zusammensetzung
Handbuch
stammt aus dem 15. Jh. und ist eine Lehnübertragung zu
lat.
manuale, das wiederum aus
griech.
encheirídion (
griech.
cheír „Hand“) entlehnt wurde; die Bildung
handfest
geht auf
mhd.
hantveste „gefangen; fest in der Hand“ oder „stark, kräftig“ zurück und wird seit einiger Zeit nur noch in übertragener Bedeutung gebraucht; das Kompositum
Handlanger
ist seit dem 15. Jh. in Gebrauch und ist eine Bildung zu langen in dessen Bedeutung „fassen, nach etwas greifen“; die Ausgangsbedeutung ist also „jemand, der nach etwas greift“;
Handwerk
ist auf
mhd.
hantwerc,
ahd.
hantwerc zurückzuführen und bedeutete ursprünglich „Handarbeit“; bereits in mittelhochdeutscher Zeit aber auch als „Gewerbe“ geläufig
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