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Flutkatastrophen - Wenn das Wasser kommt

Wasser ist Leben. Jedes Kind weiß, dass wir ohne das feuchte Element nicht existieren könnten. Doch Jahr für Jahr bedeutet Wasser für tausende Menschen auf der Welt Zerstörung und Tod. Sie werden Opfer einer Flutkatastrophe. Meist ausgelöst durch unterirdische Seebeben, eine Sturmflut, langandauernde Regenfälle oder die Schneeschmelze im Frühjahr. Vielen sind die Bilder aus dem überschwemmten Thailand im Sommer 2011 noch präsent. Und diesmal wurde die Flutkatastrophe nur vom starken Monsunregen und nicht - wie 2004 - von einem verheerender Tsunami verursacht, der in vielen süd- und südostasiatischen Ländern mit voller Wucht auf Strände und Küsten traf und bis weit ins Land Tod und Verwüstung brachte.

Während tropische Flutkatastrophen ihre Ursachen in erster Linie in extremen Wetterlagen oder geologischen Ereignissen haben, gehen Überschwemmungen in Deutschland und anderen europäischen Ländern oft auf das Konto der Menschen. Im vergangenen Jahrhundert wurden zum Wohl eines effektiveren Schiffverkehrs zahlreiche Flüsse begradigt, zur Landgewinnung ehemalige Überschwemmungsgebiete trocken gelegt und viel zu häufig in direkter Ufernähe gebaut. Diese Umweltsünden rächen sich nun: Die natürlichen Flusshochwasser von Elbe, Main oder Donau richten heute viel schwerere Schäden an als noch vor hundert Jahren.

Viele Eingriffe in die Ökosysteme der Flüsse können nicht mehr rückgängig gemacht werden. Nun gilt es, die noch vorhandenen Überschwemmungsgebiete zu erhalten und Gebäude und Menschen in den gefährdeten Gebieten durch Baumaßnahmen und Frühwarnsysteme besser vor Hochwasser zu schützen. In unserem Flutkatastrophen-Spezial zeigen wir neben vielen Fakten zum Thema auch Luftbilder großer Flutkatastrophen, die den Betrachter erahnen lassen, wie verhängnisvoll die Kraft des Wassers sein kann.

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