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Klimaveränderung

Deutscher Wetterdienst

Deutsche werden mit Klimaveränderung leben müssen

Offenbach, 5. Mai 2004 - "Veränderungen des Klimas weltweit und in Deutschland hat es immer schon gegeben. Sie werden unser Leben auch künftig bestimmen. Neu ist, dass der Mensch seit rund 200 Jahren selbst zur Klimaveränderung beiträgt. Wie groß dieser anthropogene Anteil an der aktuellen Klimaveränderung ist, werden wir allerdings erst in zehn bis 20 Jahren sicher sagen können." Das erklärt Volker Vent-Schmidt, Leiter der Abteilung Klima und Umwelt des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zu den durch den Hollywood-Film "The Day After Tomorrow" aufgeworfenen Fragen nach möglichen Klimaveränderungen in Europa und Deutschland.

Bis zum Jahr 2100 könnten nach Einschätzung von Klimaforschern die Jahresdurchschnittstemperaturen in Deutschland von heute 8,2 Grad Celsius(°C) auf rund 11°C steigen. Damit verbunden wären nassere Winter, trockenere Sommer sowie mehr und stärkere Stürme. Vent-Schmidt: "Einige Klimamodelle prognostizieren sogar eine Verlagerung des Golfstroms. Das würde in Europa zu einer Verschiebung aller bisherigen Klimazonen nach Süden führen. Die Folge für Deutschland wäre statt eines Temperaturanstiegs ein starker Rückgang der Temperaturen - vor allem im Winter. Sollten diese Prognosen eintreffen, müssten wir hier mit einem deutlich kälteren und trockeneren Klima zu leben lernen."

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