Lexikon

Ritterepos

die epische Großform der höfischen Dichtung; verwendete alte Sagenstoffe, die der durch die Kreuzzüge geweiteten höfischen Kultur entsprechend, aus keltischen, antiken und orientalischen Quellen genommen wurden. Das Ritterepos gibt ein idealisiertes Bild der höfischen Lebenswelt. Der Inhalt ist meist eine Reihe von Abenteuern (aventiuren), die der Ritter zur Ehre der geliebten Dame vollbringt; die Form des Ritterepos ist in der Regel das vierhebige Reimpaar. Die Entwicklung des Ritterepos begann in Frankreich mit den Epen um König Artus. Der Meister des französischen Ritterepos war Chrétien de Troyes. Aus deutschsprachigem Gebiet stammt das erste Ritterepos von Heinrich von Veldeke („Eneide“, entstanden zwischen 1170 und 1190 nach einer französischen Bearbeitung von Vergils „Aeneis“). Neben Hartmann von Aue („Erec“ 1180, „Iwein“ 1202) und Gottfried von Straßburg („Tristan“, zwischen 1200 und 1210) steht Wolfram von Eschenbach mit seinem Gralsepos „Parzival“, um 12001210.
Phytoplankton, Meer
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Biologische Pumpen regeln den Stoffhaushalt der Ozeane: Sie lagern CO2 ein und wirken damit dem Klimawandel entgegen. von KURT DE SWAAF Es schneit. Langsam rieselt ein steter Strom aus Flocken herab, die weiß im Scheinwerferlicht leuchten. Außerhalb des Kegels herrschen totale Finsternis und Stille. Eine winterliche Fahrt durch...

Schwarze Löcher, All, Universum
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Schwarze Löcher erschüttern das All

Die größten Energieschleudern im Universum sind unsichtbar – doch Astrophysiker können ihre Gravitationswellen nun im Wochentakt messen. von RÜDIGER VAAS Als am 11. Februar 2016 die erste Messung von Gravitationswellen bekannt gegeben wurde, schmückte die sensationelle Nachricht die Titelseiten vieler Zeitungen aus aller Welt....

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