Lexikon
Ritterepos
die epische Großform der höfischen Dichtung; verwendete alte Sagenstoffe, die der durch die Kreuzzüge geweiteten höfischen Kultur entsprechend, aus keltischen, antiken und orientalischen Quellen genommen wurden. Das Ritterepos gibt ein idealisiertes Bild der höfischen Lebenswelt. Der Inhalt ist meist eine Reihe von Abenteuern (aventiuren), die der Ritter zur Ehre der geliebten Dame vollbringt; die Form des Ritterepos ist in der Regel das vierhebige Reimpaar. Die Entwicklung des Ritterepos begann in Frankreich mit den Epen um König Artus. Der Meister des französischen Ritterepos war Chrétien de Troyes. Aus deutschsprachigem Gebiet stammt das erste Ritterepos von Heinrich von Veldeke („Eneide“, entstanden zwischen 1170 und 1190 nach einer französischen Bearbeitung von Vergils „Aeneis“). Neben Hartmann von Aue („Erec“ 1180, „Iwein“ 1202) und Gottfried von Straßburg („Tristan“, zwischen 1200 und 1210) steht Wolfram von Eschenbach mit seinem Gralsepos „Parzival“, um 1200–1210.
Wissenschaft
Unscharf, aber stabil
Wie Heisenbergs Unbestimmtheitsrelation die Quantenwelt erklärt. von RÜDIGER VAAS Es gibt auf der Welt echten Zufall – eine objektive Unbestimmtheit, nicht nur eine subjektive Unkenntnis“, bringt der Physiker Helmut Fink die vielleicht tiefgreifendste Schlussfolgerung aus der revolutionären Quantenphysik auf den Punkt. „...
Wissenschaft
Cum hoc ergo propter hoc
Warum wir manchmal auch dort Zusammenhänge sehen, wo gar keine sind, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Der kompliziert klingende lateinische Merksatz „Cum hoc ergo propter hoc“ – wörtlich übersetzt: „Mit diesem, folglich deswegen“ – bezeichnet ein weit verbreitetes Phänomen, das in allen möglichen Bereichen des täglichen Lebens,...
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