Lexikon
Ạrtus
halblegendärer britischer König, der aus einem heldenhaften, aber unterliegenden Verteidiger seiner Heimat (um 500 n. Chr.) zum glänzenden Vorbild tapferen Rittertums wurde. Der Sagenkreis um Artus wurde u. a. durch Chrétien de Troyes in den Mittelpunkt der höfischen Epik gerückt. Hauptmotive der Artussage: geheimnisvolle Geburt, Schützling des Zauberers Merlin, Eroberer eines Weltreichs, Kaiser, als Verwundeter von den Feen im Wunderreich Avalon gepflegt; nicht gestorben, sondern entrückt, Verheißung seiner Wiederkehr. Zur Tafelrunde des Artus gehören berühmte Helden: Erec (Erek), Iwein, Gawein, Lanzelot u. a. Auch Tristan, Parzival und Lohengrin (aus dem Sagenzyklus um den Gral) wurden mit der Artussage in Verbindung gebracht. Die Artussage wurde in der Literatur bis ins 20. Jahrhundert immer wieder aufgegriffen, z. B. durch M. Zimmer Bradley „Die Nebel von Avalon“ (1982).
Wissenschaft
Globale Erhebung des Wohlbefindens
Was trägt dazu bei, dass Menschen ein erfülltes Leben führen? Dieser Frage widmet sich eine neue Studie zum menschlichen Wohlbefinden, die Befragungsdaten von mehr als 200.000 Menschen aus 22 Ländern der Welt erhoben hat. Die Ergebnisse der „Global Flourishing Study“ bestätigen, dass Faktoren wie Arbeit, Bildungsstand, Ehe und...
Wissenschaft
Der Glaube ans Wasserklosett
„Glauben heißt nichts wissen“, wie mir mein ungläubiger Vater in den 1950er-Jahren eingehämmert hat, als seine Verärgerung über die christlichen Kirchen zunahm, deren Vertreter damals wie heute lieber die Hände falten und beten, statt die Ärmel aufzukrempeln und zu helfen. Wobei jedem auffallen wird, dass die Betenden ihr Gesicht...