Lexikon
Ạrtus
halblegendärer britischer König, der aus einem heldenhaften, aber unterliegenden Verteidiger seiner Heimat (um 500 n. Chr.) zum glänzenden Vorbild tapferen Rittertums wurde. Der Sagenkreis um Artus wurde u. a. durch Chrétien de Troyes in den Mittelpunkt der höfischen Epik gerückt. Hauptmotive der Artussage: geheimnisvolle Geburt, Schützling des Zauberers Merlin, Eroberer eines Weltreichs, Kaiser, als Verwundeter von den Feen im Wunderreich Avalon gepflegt; nicht gestorben, sondern entrückt, Verheißung seiner Wiederkehr. Zur Tafelrunde des Artus gehören berühmte Helden: Erec (Erek), Iwein, Gawein, Lanzelot u. a. Auch Tristan, Parzival und Lohengrin (aus dem Sagenzyklus um den Gral) wurden mit der Artussage in Verbindung gebracht. Die Artussage wurde in der Literatur bis ins 20. Jahrhundert immer wieder aufgegriffen, z. B. durch M. Zimmer Bradley „Die Nebel von Avalon“ (1982).
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