Lexikon
Gral
[der; lateinisch, französisch]
Graalin der Literatur des Mittelalters ein geheimnisvolles Heiligtum (Schale, Kelch, Stein), das zwischen märchenhaftem Gegenstand und religiösem Symbol angesiedelt ist und dessen Besitz höchstes irdisches und himmlisches Glück verleiht. Er wird von einem Ritterorden (Gralsritter) auf der Burg Montsalvage gehütet, die nur durch auserwählte Personen gefunden werden kann; der Gral spendet Speise und Trank, sein Anblick schützt vor Tod und Alter. – Das Motiv des Grals wurde um 1180 durch Chrétien de Troyes in die französische Dichtung eingeführt und mit der Artusdichtung verknüpft. Der erste deutsche Gralsroman entstand um 1210 mit dem Parzival Wolfram von Eschenbachs; hier wird der Gral zum Symbol göttlicher Gnade und mit der Eucharistie verknüpft. In der Gralsdichtung bildet die Suche nach dem Gral für einen bestimmten Ritter (u. a. Parzival, Lanzelot, Galahad oder Gawein) jeweils den Prüfstein für die Erkenntnis, dass der Weg zur Herrschaft über die Beherrschung der eigenen Begierden führt; die Gralssuche wird somit zum höchsten Ziel ritterlichen Lebens.
Wissenschaft
Herzproblemen im All auf der Spur
Warum beeinträchtigen Weltraumflüge die Herzgesundheit und wie könnte man diesem Problem gegensteuern? Zur Erforschung dieses für die bemannte Raumfahrt wichtigen Themas haben Forschende nun ein neues Verfahren eingesetzt: Sie haben eine „Herz-auf-einem-Chip”-Plattform auf die Internationale Raumstation geschickt, die eine...
Wissenschaft
Totgeglaubte leben länger
Wenn sich ein Stern wie die Sonne zu einem Roten Riesen aufbläht, verschlingt er seine nahen Planeten. Nun haben Astronomen jedoch Trabanten nach diesem Endstadium entdeckt. von THOMAS BÜHRKE In rund 7,5 Milliarden Jahren hat die Sonne den Wasserstoff-Vorrat in ihrem Zentralbereich aufgebraucht. Dann schrumpft der Kern, bis...