Lexikon
Ford
Harrison, US-amerikanischer Schauspieler, * 13. 7. 1942 Chicago, Illinois; erlangte in den 1970er bzw. 1980er Jahren internationalen Starruhm vor allem durch die Star Wars-Filme (z. B. „Krieg der Sterne“ 1977) sowie in S. Spielbergs „Indiana Jones“-Verfilmungen (zuletzt „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ 2008), zahlreiche weitere Filme mit breitem Rollenspektrum: „Blade Runner“ 1982; „Der einzige Zeuge“ 1985; „Aus Mangel an Beweisen“ 1990; „Auf der Flucht“ 1993; „Air Force One“ 1997; „Schatten der Wahrheit“ 2000; „Hollywood Cops“ 2002; „Firewall“ 2006; „Crossing Over“ 2009.
- Deutscher Titel: Krieg der Sterne
- Original-Titel: STAR WARS
- Land: USA
- Jahr: 1977
- Regie: George Lucas
- Drehbuch: George Lucas
- Kamera: Gilbert Taylor
- Schauspieler: Mark Hamill, Harrison Ford, Carrie Fisher, Peter Cushing, Alec Guinness
- Auszeichnungen: Oscars 1978 für Ausstattung, Ton, Musik, Schnitt, Kostüme, Visuelle Effekte, Spezialpreis für Toneffekte
Mit einem beispiellosen Aufwand an Tricktechnik und Spezialeffekten zieht George Lucas mit seinem Weltraumepos »Krieg der Sterne« Zuschauer in aller Welt (sogar in der Volksrepublik China) in seinen Bann. Sein Film wird zu einem der kommerziell erfolgreichsten Streifen aller Zeiten – mit 193,5 Mio. Dollar Einspielergebnis auf Platz 2 der »ewigen Bestenliste« (hinter »E. T.«).
Lucas„ Geschichte hat den naiven Charme eines Märchens: Ein finsterer, brutaler Herrscher will mit seinem »Todesstern«, einer uneinnehmbaren Raumstation, und seinen Männern das Universum unterjochen. Prinzessin Leia Organa (Carrie Fisher), die gegen die Unterdrücker kämpft, wird von ihnen gefangengenommen. Mit Hilfe ihrer Roboter kann sie aber im letzten Moment einen Hilferuf ins All jagen, der bei dem Farmerjungen Luke Skywalker (Mark Hamill) landet. Zusammen mit dem weisen, alten Ben Kenobi, dem letzten der Jedi-Ritter, und dem Weltraumpiraten Han Solo (Harrison Ford) macht Luke sich auf, um die Prinzessin zu befreien.
Für seine »Raumfahrtoper« greift Lucas auf alle klassischen Hollywood-Abenteuer zurück: Er peppt die Weltraum-Story mit Elementen aus dem Western auf, baut Artus-Sage, Piratenfilm, Roboter-Slapstick und Liebeshändel ein. Dabei gibt es wie im Märchen keine Zwischentöne: Die Guten sind gut, und die Bösen sind böse, und beide sind als solche auch immer sofort identifizierbar.
Auf ihren Reisen durch die Galaxis begegnen die Helden den skurrilsten Fantasiegestalten, die aus Comicstrip und Drogenfantasien abzustammen scheinen. Diese schillernden Figuren gehören neben der Tricktechnik zu den Trümpfen des Films.
Lucas hatte die Idee zum »Krieg der Sterne« bereits 1971, doch erst nachdem sein Film »American Graffiti« (1973) an den Kinokassen genug Geld eingespielt hatte, konnte der 32-Jährige sein aufwändiges Weltraumabenteuer verfilmen. Nach dem sensationellen Erfolg von »Krieg der Sterne« – der Film gewann u.a. sechs Oscars – baut Lucas sein Märchen zu einer Trilogie aus: Im Abstand von jeweils drei Jahren folgen »Das Imperium schlägt zurück« (1980) und »Die Rückkehr der Jedi-Ritter« (1983) – wiederum Kassenerfolge.
- Deutscher Titel: Jäger des verlorenen Schatzes
- Original-Titel: RAIDERS OF THE LOST ARK
- Land: USA
- Jahr: 1980
- Regie: Steven Spielberg
- Drehbuch: Lawrence Kasdan, nach einer Story von George Lucas und Philip Kaufmann
- Kamera: Douglas Slocombe
- Schauspieler: Harrison Ford, Karen Allen, Paul Elliott
Die »Wunderkinder« des amerikanischen Kinos Steven Spielberg und George Lucas inszenieren gemeinsam ein perfektes Action-Spektakel, das ungeniert auf Stilmittel und Charaktere US-amerikanischer Groschenromane und Film-Serien der 30er und 40er Jahre zurückgreift.
Indiana Jones, Professor der Archäologie, stürzt sich in immer neue Abenteuer auf der Suche nach okkulten Geheimnissen. Gelegenheit dazu bekommt er, als der US-Geheimdienst erfährt, dass deutsche Nazis im Auftrag Hitlers nach der verschwundenen Bundeslade des Alten Testaments suchen, der besondere magische Kräfte nachgesagt werden. Der Kampf mit Widerständen aller Art führt Indiana Jones um die ganze Welt. In einem furiosen Finale richtet sich die Macht der Lade schliesslich gegen jene, die sie missbrauchen wollen, und Jones kann sie zu guter Letzt dem amerikanischen Geheimdienst übergeben.
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