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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE

übergehen

über|ge|hen
V.
47, ist übergegangen
I.
o. Obj.; übertr.
überfließen;
die Augen gingen ihr über
die Tränen kamen ihr
II.
mit Präp.obj.
1.
auf etwas ü.
a)
sich bis zu etwas hin ausbreiten;
der Rost ist auf die übrigen Teile des Geräts übergegangen
b)
das Gespräch auf etwas (anderes) bringen, von etwas (anderem) zu sprechen beginnen;
auf ein anderes Thema ü.
2.
auf jmdn. ü.
a)
auf jmdn. übertragen werden;
das heitere Wesen der Mutter ist auf die Kinder übergegangen
b)
auf jmdn. vererbt werden;
das Grundstück geht nach seinem Tod auf seinen Sohn über
3.
in etwas ü.
sich in etwas verwandeln, in einen anderen Zustand geraten, zu etwas werden;
der Schnee ist in Wasser übergegangen; in Fäulnis, in Verwesung ü.; das Haus geht nach seinem Tod in den Besitz seines Sohnes über; seine Schreie gingen in Wimmern über; die Melodie geht in eine andere Tonart über
4.
zu etwas ü.
von nun an etwas anderes tun;
die Post ist dazu übergegangen, täglich nur noch einmal Briefe zuzustellen
5.
zu jmdm. ü.
sich auf jmds. Seite stellen;
zum Gegner, zu einer anderen Partei ü.
,
über|ge|hen
V.
47, hat übergangen; mit Akk.
1.
etwas ü.
a)
etwas beiseitelassen, etwas nicht sprechen, nicht lesen;
ein Kapitel im Roman ü.
b)
nicht beachten;
jmds. Frage ü.; eine Bemerkung, Anspielung mit Stillschweigen ü.
auf eine Bemerkung, Anspielung nicht eingehen, nichts dazu sagen;
den Hunger ü.
nichts essen, obwohl man Hunger hat
2.
jmdn. ü.
jmdn. nicht berücksichtigen;
jmdn., der an der Reihe ist, ü.; einen Mitarbeiter bei der Beförderung ü.
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