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LEXIKON

Lucas

George, US-amerikanischer Filmregisseur, -produzent und -autor, * 14. 5. 1944 Modesto, Calif.; begann seine Filmkarriere in den 1970er Jahren („THX 1138“ 1971; „American Graffiti“ 1973); wurde mit der Realisation tricktechnisch aufwendiger Abenteuer- und Sciencefictionfilme eine der einflussreichsten Persönlichkeiten im US-amerikanischen Filmgeschäft; gründete 1971 eine eigene Produktionsfirma (Lucasfilm) und 1975 eine eigene Firma für Spezialeffekte (Industrial Light & Magic); besonders erfolgreich mit den Star Wars-Filmen („Krieg der Sterne“ 1977; „Das Imperium schlägt zurück“ 1980; „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ 1983; „Die dunkle Bedrohung“ 1999; „Angriff der Klonkrieger“ 2002; „Die Rache der Sith“ 2005) sowie mit den Abenteuerfilmen um Indiana Jones („Jäger des verlorenen Schatzes“ 1981; „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ 1984; „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ 1989; „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ 2008). 2012 verkaufte er Lucasfilm mit dem inzwischen angegliederten Trickfilmstudio Industrial Light & Magic an die Walt Disney Company.
  • Deutscher Titel: Krieg der Sterne
  • Original-Titel: STAR WARS
  • Land: USA
  • Jahr: 1977
  • Regie: George Lucas
  • Drehbuch: George Lucas
  • Kamera: Gilbert Taylor
  • Schauspieler: Mark Hamill, Harrison Ford, Carrie Fisher, Peter Cushing, Alec Guinness
  • Auszeichnungen: Oscars 1978 für Ausstattung, Ton, Musik, Schnitt, Kostüme, Visuelle Effekte, Spezialpreis für Toneffekte
Mit einem beispiellosen Aufwand an Tricktechnik und Spezialeffekten zieht George Lucas mit seinem Weltraumepos »Krieg der Sterne« Zuschauer in aller Welt (sogar in der Volksrepublik China) in seinen Bann. Sein Film wird zu einem der kommerziell erfolgreichsten Streifen aller Zeiten mit 193,5 Mio. Dollar Einspielergebnis auf Platz 2 der »ewigen Bestenliste« (hinter »E. T.«).
Lucas„ Geschichte hat den naiven Charme eines Märchens: Ein finsterer, brutaler Herrscher will mit seinem »Todesstern«, einer uneinnehmbaren Raumstation, und seinen Männern das Universum unterjochen. Prinzessin Leia Organa (Carrie Fisher), die gegen die Unterdrücker kämpft, wird von ihnen gefangengenommen. Mit Hilfe ihrer Roboter kann sie aber im letzten Moment einen Hilferuf ins All jagen, der bei dem Farmerjungen Luke Skywalker (Mark Hamill) landet. Zusammen mit dem weisen, alten Ben Kenobi, dem letzten der Jedi-Ritter, und dem Weltraumpiraten Han Solo (Harrison Ford) macht Luke sich auf, um die Prinzessin zu befreien.
Für seine »Raumfahrtoper« greift Lucas auf alle klassischen Hollywood-Abenteuer zurück: Er peppt die Weltraum-Story mit Elementen aus dem Western auf, baut Artus-Sage, Piratenfilm, Roboter-Slapstick und Liebeshändel ein. Dabei gibt es wie im Märchen keine Zwischentöne: Die Guten sind gut, und die Bösen sind böse, und beide sind als solche auch immer sofort identifizierbar.
Auf ihren Reisen durch die Galaxis begegnen die Helden den skurrilsten Fantasiegestalten, die aus Comicstrip und Drogenfantasien abzustammen scheinen. Diese schillernden Figuren gehören neben der Tricktechnik zu den Trümpfen des Films.
Lucas hatte die Idee zum »Krieg der Sterne« bereits 1971, doch erst nachdem sein Film »American Graffiti« (1973) an den Kinokassen genug Geld eingespielt hatte, konnte der 32-Jährige sein aufwändiges Weltraumabenteuer verfilmen. Nach dem sensationellen Erfolg von »Krieg der Sterne« der Film gewann u.a. sechs Oscars baut Lucas sein Märchen zu einer Trilogie aus: Im Abstand von jeweils drei Jahren folgen »Das Imperium schlägt zurück« (1980) und »Die Rückkehr der Jedi-Ritter« (1983) wiederum Kassenerfolge.
  • Deutscher Titel: Jäger des verlorenen Schatzes
  • Original-Titel: RAIDERS OF THE LOST ARK
  • Land: USA
  • Jahr: 1980
  • Regie: Steven Spielberg
  • Drehbuch: Lawrence Kasdan, nach einer Story von George Lucas und Philip Kaufmann
  • Kamera: Douglas Slocombe
  • Schauspieler: Harrison Ford, Karen Allen, Paul Elliott
Die »Wunderkinder« des amerikanischen Kinos Steven Spielberg und George Lucas inszenieren gemeinsam ein perfektes Action-Spektakel, das ungeniert auf Stilmittel und Charaktere US-amerikanischer Groschenromane und Film-Serien der 30er und 40er Jahre zurückgreift.
Indiana Jones, Professor der Archäologie, stürzt sich in immer neue Abenteuer auf der Suche nach okkulten Geheimnissen. Gelegenheit dazu bekommt er, als der US-Geheimdienst erfährt, dass deutsche Nazis im Auftrag Hitlers nach der verschwundenen Bundeslade des Alten Testaments suchen, der besondere magische Kräfte nachgesagt werden. Der Kampf mit Widerständen aller Art führt Indiana Jones um die ganze Welt. In einem furiosen Finale richtet sich die Macht der Lade schliesslich gegen jene, die sie missbrauchen wollen, und Jones kann sie zu guter Letzt dem amerikanischen Geheimdienst übergeben.
  • Deutscher Titel: Indiana Jones und der Tempel des Todes
  • Original-Titel: INDIANA JONES AND THE TEMPLE OF DOOM
  • Land: USA
  • Jahr: 1984
  • Regie: Steven Spielberg
  • Drehbuch: Willard Huyck, Gloria Katz
  • Kamera: Douglas Slocombe
  • Schauspieler: Harrison Ford, Kate Capshaw, Ke Huy Quan, Amrish Puri;
  • Auszeichnungen: Oscar 1985 für Spezialeffekte
In einem Nachtclub in Shanghai trifft sich Indiana Jones (Harrison Ford) mit dem chinesischen Gangsterboss Lao Che, um mit ihm die Übergabe einer alten chinesischen Statue zu verhandeln. Als Belohnung soll er einen Diamanten erhalten. Während des Auftritts der Sängerin Willie Scott (Kate Capshaw) wird Jones von dem Chinesen vergiftet. Dieser bietet ihm das rettende Serum an, wenn er den Edelstein zurückgibt. Jones kann mit Hilfe des zwölfjährigen Short Round (Ke Huy Quan) flüchten. Willie schließt sich den beiden an, da sie ebenfalls an dem Diamanten interessiert ist. Das Trio übersteht eine abenteuerliche Flucht nach Indien, wo es schließlich im Himalaya ein kleines Dorf von einem Maharadscha befreien kann und außerdem noch den heiligen Sankara-Stein findet.
Die Geschichte wird von Steven Spielberg meisterlich inszeniert und bietet brillante tricktechnische Aufnahmen. Actionszenen folgen rasch aufeinander, so dass den Zuschauern kaum Ruhe vergönnt ist. Die visuellen Effekte werden mit dem Oscar belohnt.
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