Wahrig Herkunftswörterbuch

sieben

das
nhd.
Zahlwort geht über
mhd.
siben
ahd.
sibun auf
idg.
*sept in ders. Bed. zurück, wobei die lautlichen Prozesse zum Teil unklar sind; den gleichen Ursprung haben im Übrigen
lat.
septem,
griech.
heptá und
altind.
saptá; die Wendung sich wie im siebten Himmel fühlen beruht auf der Vorstellung der Hebräer und Griechen von mehreren Himmelssphären, zu denen neben den sieben Planetenhimmeln der Kristallhimmel, der „feste“ Himmel und auf höchster Ebene der Feuerhimmel Gottes gehören; berücksichtigt man nur die sieben Planetenhimmel, so ist der siebte Himmel der höchste, der als solcher auch für das größtmögliche Glück steht; auch wenn ihre Quelle schon älter ist, ist diese Redensart erst seit Mitte des 19. Jh. bezeugt, vorher war die dem Neuen Testament entstammende Variante „bis zum dritten Himmel“ in Gebrauch; Zus. Siebenschläfer
[Info]
Mondfinsternis
Wissenschaft

Die Babylonier und der Mond

Im alten Babylon oblag es den Hofastrologen, die Vorgänge am Himmel zu beobachten, zu deuten und Vorhersagen zu treffen. Insbesondere Mondfinsternisse galten als Vorboten kommenden Unheils, wie auf vier Omen-Tafeln zu lesen ist, deren Übersetzung vor wenigen Monaten veröffentlicht wurde. Die mit Keilschrift versehenen...

Zwei Tanks mit Ammoniak auf einem Feld
Wissenschaft

Dünger aus der Luft

In der Landwirtschaft kommen große Mengen stickstoffhaltigen Düngers zum Einsatz. Ein wichtiger Rohstoff für diesen Dünger ist Ammoniak. Um die Herstellung dieser Chemikalie nachhaltiger zu gestalten, hat ein Forschungsteam nun ein neuartiges Netzgewebe entwickelt, das Stickstoff aus der Luft einfangen und in Ammoniak verwandeln...