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LEXIKON

Jagdgewehr

die zur Jagd verwendete Feuerwaffe. Die hohe Jagd wird mit Büchsen ausgeübt, die niedere Jagd mit Flinten. Die Büchsen haben einen gezogenen Lauf, aus dem ein Einzelgeschoss (die Kugel) abgeschossen wird, die Flinten dagegen einen glatten Lauf, aus dem eine Schrotladung (mehrere runde Bleikugeln im Durchmesser von meist 24 mm) abgefeuert wird.
Bei den Büchsen unterscheidet man einläufige, doppelläufige und Repetierbüchsen. Die ein- und doppelläufigen Büchsen (Pirsch-, Doppelbüchsen, Stutzen) haben einen Kipplaufverschluss; bei ihnen wird der Lauf zum Laden und Spannen gekippt. Die Repetierbüchsen haben ein Magazin und den Schlossmechanismus der Militärgewehre (Mauser, Mannlicher). Die gebräuchlichsten Kaliber (Laufdurchmesser) sind: 5,6, 6,5, 7,0, 8,0 und 9,3 mm.
Bei den Flinten unterscheidet man Automaten (Browning), die aus einem Lauf mehrere Schüsse abfeuern können (mit Magazin), sowie ein- und doppelläufige Flinten mit Kipplaufverschluss. Meist sind Doppelflinten im Gebrauch, deren linker Lauf Chokebore hat.
Kombinierte Jagdgewehre (mit Kugel- und Flintenlauf) sind sehr gebräuchlich. Die Büchsflinte hat je einen nebeneinander liegenden Kugel- und Flintenlauf, der Büchsdrilling zwei Kugelläufe und einen Flintenlauf, der Drilling einen Kugellauf und zwei Flintenläufe, der Vierling je zwei Kugel- und Flintenläufe.
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