Lexikon

Fụrtwängler

Furtwängler, Wilhelm
Wilhelm Furtwängler
Wilhelm, deutscher Dirigent, * 25. 1. 1886 Berlin, † 30. 11. 1954 Baden-Baden; Sohn von Adolf Furtwängler; kam über Lübeck, Mannheim, Wien und Frankfurt am Main nach Leipzig (1922–1928 Dirigent des Gewandhausorchesters) und Berlin (1920–1922 und 1933/34 Kapellmeister der Staatskapelle Berlin, ferner 1922–1945 und 1952–1954 Chefdirigent der Berliner Philharmoniker). Furtwängler wurde 1933 Vizepräsident der Reichsmusikkammer, trat 1934 aufgrund der nationalsozialistischen Kulturpolitik von allen Ämtern zurück, seit 1935 aber erneut öffentlich tätig.
Er wurde nach Kriegsende der Kollaboration mit den Nationalsozialisten angeklagt, 1946 freigesprochen; seitdem u. a. als musikalischer Leiter der Bayreuther Festspiele und der Salzburger Festspiele tätig. Seine Stärke lag in der Interpretation klassischer und romantischer Werke (Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms, Anton Bruckner, Franz Schubert); ferner Uraufführungen zeitgenössischer Musik; schrieb in der klassisch-romantischen Tradition Orchester- und Chormusik (u. a. 3 Sinfonien, ein Klavierkonzert, „Tedeum“);
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