Lexikon
Parạcas-Kultur
altperuanische Kultur auf der Halbinsel Paracas (Südperu) und in den Tälern von Nazca, Ica und Pisco, etwa 600 v. Chr.–100 n. Chr. Aus der älteren Phase (Paracas Cavernas) stammen polychrom mit geometrischen, selten zoomorphen Mustern bemalte Keramiken aus Gräbern, in denen die Toten in flaschenförmigen, am Fuß senkrechter Schächte aus dem Fels gehauenen Kammern beigesetzt waren. In der jüngeren Phase (Paracas Necropolis) waren die tief im Wüstensand beerdigten mumifizierten Toten in Totentücher („mantos“) eingehüllt, die mit mythologischen, tiermenschlichen Wesen in leuchtenden Farben bestickt waren. – Kennzeichen: Woll- und Baumwollgewebe, Schmuck aus Goldblech, in der jüngeren Periode Ackerbau auf Terrassenfeldern mit künstlicher Bewässerung.
Wissenschaft
Signale aus der Tiefe
Im Untergrund der Eifel geht es nicht so ruhig zu, wie es scheint. Geophysiker schätzen die Gefahr eines Vulkanausbruchs mithilfe zahlreicher Messmethoden ein. von KLAUS JACOB Wer in die Eifel fährt, denkt kaum an ein aktives Vulkangebiet. In dem Gebirge westlich von Koblenz gibt es keinen beeindruckenden Vulkankegel wie den Ätna...
Wissenschaft
Ein Mensch wie wir
Fundstücke belegen: Seit mindestens 40.000 Jahren ist Homo sapiens ein kulturelles Wesen und fähig zu kognitiven Höchstleistungen. von ROLF HEßBRÜGGE Wir haben 7000 Sprachen hervorgebracht, rund 1200 Musikinstrumente geschaffen, vielerlei Tanzformen und Malstile sowie Dutzende wissenschaftliche Disziplinen entwickelt. Wir haben...