Lexikon
Tiergeographie
Zoogeographiedie Wissenschaft von der geographischen Verbreitung der Tiere auf der Erde, Teilgebiet der Biogeographie. Die beschreibende Darstellung der geographischen Verbreitung (Faunistik) hat zur Gliederung der Erdoberfläche in tiergeographische Regionen geführt: Paläarktis (Eurasien und Nordafrika), Nearktis (Nordamerika und Grönland), beide häufig unter dem Begriff Holarktis zusammengefasst, Paläotropis, bestehend aus Äthiopis (Afrika südlich der Sahara), Capensis (Kapland, südliches Afrika), Madagassis (Madagaskar) und Orientalis (Vorder- und Hinterindien, Sri Lanka, Südchina, Taiwan, Große Sundainseln, Philippinen), Neotropis (Süd- und Mittelamerika, Karibik), Notogäa (Australien, Tasmanien, Neuguinea, Neuseeland, pazifische Inseln) und Archinotis (Antarktis).
Hiervon unabhängig wird nach ökologischen Gesichtspunkten eine Gliederung des Lebensraums der Gewässer in Litoral (ufernahe Gebiete), Pelagial (offenes Wasser, Hochsee) und Abyssal (Tiefsee) bzw. Profundal (tiefe Seen) und weniger scharf umrissen der Landgebiete (z. B. in Arboreal, Eremial und Oreotundral) vorgenommen.
Bei dem Versuch, die gegenwärtige Verbreitung der Tiergruppen zu erklären (kausale Tiergeographie), kann deren Bindung an bestimmte Lebensräume (ökologische Tiergeographie) oder die Stammesgeschichte in Verbindung mit der geschichtlichen Veränderung der Erdoberfläche (historische Tiergeographie) im Vordergrund stehen.
Ein besonderes Problem der kausalen Tiergeographie ist das Vorkommen von Tierarten oder -gruppen in weit getrennten Verbreitungsgebieten (diskontinuierliche Verbreitung, Disjunktionen). Ihrer Erklärung dienen vor allem die Reliktentheorie ( = Verdrängungstheorie), die Theorie der Landbrücken und der Kontinentalverschiebung.
Wissenschaft
Doch kein Vulkanausbruch im „chinesischen Pompeji“?
Die Yixian-Formation im Nordosten Chinas enthält eine Fülle außergewöhnlich gut konservierter Fossilien aus der Kreidezeit, darunter auch viele Dinosaurier. Bislang ging die Wissenschaft davon aus, dass Vulkanausbrüche für den hervorragenden Erhaltungszustand verantwortlich waren, was der Region den Namen „chinesisches Pompeji“...
Wissenschaft
Neues Recycling-Verfahren für Kunststoffe
Mit einer neuen Methode ist es Forschenden gelungen, im Labormaßstab die beiden am häufigsten eingesetzten Kunststoffe Polyethylen und Polypropylen effektiv chemisch zu recyclen. Erzeugt werden dabei die Gase Propylen und Isobutylen, die wiederum als Ausgangsstoffe für neue Plastikprodukte dienen können. Bevor das Verfahren...