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LEXIKON

Polyster

[
der; griechisch
]
eine Gruppe von Kunststoffen, die aus solchen organischen Säuren und Alkoholen hergestellt werden, die mindestens zwei Carboxyl- bzw. Hydroxylgruppen im Molekül enthalten; z. B. Polyethylenterephthalat, das zur Herstellung von Kunstfasern (Markennamen: Diolen®, Trevira®) und von Folien (Markenname: Mylar®) verwendet wird. Auch die Alkydharze sind Polyester. Wenn die verwendete Säure (oder der Alkohol) ungesättigt ist, kann noch eine polymerisierbare Verbindung (z. B. Styrol) an die Doppelbindungen angelagert werden und so die Makromoleküle stärker vernetzen. So werden die Esterharze („ungesättigte Polyester“) hergestellt, die vielfach als Gießharz verwendet werden. Dabei wird die flüssige Mischung der Komponenten mit einem Katalysator und Beschleuniger in einfache Formen gegossen, die auch mit Glasfasermatten ausgefüllt sein können, und härtet darin von selbst aus. Durch die eingelagerten Glasfasern wird die an sich schon hohe Festigkeit der Esterharze noch bedeutend erhöht.
Polyester wird verwendet für feste und knitterarme Chemiefasern und sehr transparente, nicht schrumpfende Folien (u. a. für Tonbänder), für Pressmassen, Wellplatten, in der Elektrotechnik, zur Herstellung von Karosserien, Segelflugzeugen und Booten, für Lacke und Schutzüberzüge.
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