Lexikon

Piezoelektrizität

[
piˈetso:e-; griechisch
]
Elektrizität, die dadurch entsteht, dass manche Kristalle (besonders Quarz, Turmalin) unter Druck elektrisch polarisiert werden, d. h. dass sich dann in ihrer Umgebung ein elektrisches Feld ausbildet (piezoelektrischer Effekt). Umgekehrt ruft ein elektrisches Feld kleine Deformationen bei diesen Kristallen hervor. Die Piezoelektrizität wird heute zur Konstanthaltung der Frequenz bei Quarzuhren, zur Erzeugung von Ultraschall und in der Funktechnik verwendet, indem man eine rasch wechselnde elektrische Spannung anlegt und die Eigen-(Resonanz-)frequenz eines Kristallplättchens ausnutzt. Der piezoelektrische Effekt wird auch zum Messen von Drücken und in (Kristall-)Tonabnehmern benutzt.
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