Lexikon

Ein König in New York

  • Deutscher Titel: Ein König in New York
  • Original-Titel: A KING IN NEW YORK
  • Land: Großbritannien
  • Jahr: 1957
  • Regie: Charles Chaplin
  • Drehbuch: Charles Chaplin
  • Kamera: Georges Périnal
  • Schauspieler: Charles Chaplin, Dawn Addams, Michael Chaplin
Der 67-jährige Charles Chaplin verarbeitet in seinem vorletzten Film die bitteren Erfahrungen, die er während der McCarthy-Ära in den USA der frühen 50er Jahre gemacht hatte. Als Kommunist gebrandmarkt und mit Strafverfolgung bedroht, war Chaplin 1952 nach einer Europareise nicht in die USA zurückgekehrt. Die US-Behörden hatten zuvor indirekt angekündigt, den gebürtigen Briten nicht mehr ins Land einreisen zu lassen.
König Shahdov von Estrovia (Charles Chaplin) sucht nach seiner Entmachtung Zuflucht in den Vereinigten Staaten. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten begeistert ihn zunächst. Doch als man beginnt, ihn wie ein Produkt für Werbespots rücksichtslos zu vermarkten, lernt er bereits eine andere Seite der Glitzerwelt kennen.
Dem satirischen ersten Teil des Films folgt ein zorniger zweiter: Shahdov nimmt sich eines kleinen Jungen an, dargestellt von Chaplin-Sohn Michael. Die Eltern des Kleinen wurden als Kommunisten verfolgt, Shahdov muss deshalb vor dem Senatsausschuss für »unamerikanische Umtriebe« erscheinen. Er kommt zwar heil davon, muss aber erleben, dass der Junge Freunde seiner Eltern denunziert.
Der Film wird in den USA und anderen europäischen Ländern kaum oder gar nicht gezeigt. Erst Jahre später wird der künstlerische Wert erkannt und Chaplins Plädoyer für Toleranz und Humanität akzeptiert.
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