Lexikon
Leubingen
namengebender Fundort einer Gruppe der entwickelten frühneuzeitl. Aunjetitzer Kultur (Leubinger Gruppe) bei Sömmerda, Thüringen; in L. wurde 1877 von F. Klopfleisch ein großer Grabhügel ausgegraben, der unter einer Steinpackung eine zeltartige Grabkammer aus Eichenbohlen enthielt. Darin fanden sich das Skelett eines alten Mannes u. angeblich quer darüber die Knochen eines zehnjährigen Kindes. An Grabbeigaben fand man außer einem Keramikgefäß u. einem Steinbeil mehrere Stücke aus Gold u. Bronze. Aus diesem u. ähnlichen reich ausgestatteten Gräbern der mitteldt. Aunjetitzer Kultur lässt sich auf eine differenzierte Gesellschaftsstruktur schließen.
Wissenschaft
Natur ohne Vorbild
Weltweit entstehen Ökosysteme, die in keiner historischen Landschaft je existierten. Neue Forschung zeigt, dass viele von ihnen überraschend stabil und funktional sind. von ROMAN GOERGEN In der Nähe der schottischen Kleinstadt West Calder überragen gewaltige rostrote Hügel die sonst tief liegende Landschaft in der Region West...
Wissenschaft
Schwingender Riese
Die Messungen der Raumsonde Juno erlauben es, in den dunklen Abgrund von Jupiters mächtiger Gashülle zu spähen. Sichtbar wird eine turbulente Welt in ständiger Bewegung. von THORSTEN DAMBECK Jupiter sei noch jung. Seit seiner Geburt habe der Riesenplanet nur wenig Zeit gehabt sich abzukühlen. Die innere Hitze dränge deshalb...