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LEXIKON

Leubingen

namengebender Fundort einer Gruppe der entwickelten frühneuzeitl. Aunjetitzer Kultur (Leubinger Gruppe) bei Sömmerda, Thüringen; in L. wurde 1877 von F. Klopfleisch ein großer Grabhügel ausgegraben, der unter einer Steinpackung eine zeltartige Grabkammer aus Eichenbohlen enthielt. Darin fanden sich das Skelett eines alten Mannes u. angeblich quer darüber die Knochen eines zehnjährigen Kindes. An Grabbeigaben fand man außer einem Keramikgefäß u. einem Steinbeil mehrere Stücke aus Gold u. Bronze. Aus diesem u. ähnlichen reich ausgestatteten Gräbern der mitteldt. Aunjetitzer Kultur lässt sich auf eine differenzierte Gesellschaftsstruktur schließen.
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