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Gab es schon früher Chinareisende?

Marcos Vater Niccolò und sein Onkel Matteo hatten als Kaufleute bereits eine ausgedehnte Reise in unbekanntes Terrain unternommen. Sie waren bis nach Kambaluk, dem heutigen Peking, gekommen, wo sie dem damaligen Großkhan der Mongolen, Kublai Khan, vorgestellt wurden, zu dessen Reich damals Zentralasien, China und Regionen Osteuropas gehörten. Die beiden Kaufleute wurden wie Fürsten empfangen, der Khan zeigte sich hocherfreut über diesen Besuch, der eine Verbindung zu einem ihm unbekannten Teil Europas darstellte. Mit einer Art Passierschein, der gleichzeitig Unterkunft und Transport sicherte, machten sich die beiden Venezianer auf den Heimweg. Im Gepäck die Bitte Kublai Khans um heiliges Öl und christliche Gelehrte.

Zwei Jahre nachdem die Kaufleute nach Venedig zurückgekehrt waren, machten sie sich, gemeinsam mit dem Jüngling Marco, erneut auf. Sie erreichten zunächst Akko im heutigen Israel. Der neue Papst Tedaldo gab den drei Venezianern seinen Segen und statt zahlreicher christlicher Gelehrter zwei Klosterbrüder mit auf den Weg. Diese allerdings überlebten die beschwerliche Reise nicht. Doch mit leeren Händen mussten die Venezianer nicht vor den großen Mongolenfürsten treten: Zumindest heiliges Öl hatten sie dabei.

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