Gesundheit A-Z
Anti-D-Immunglobulin
Antikörper aus der Gruppe der Immunglobuline Typ G (IgG), das einer Unverträglichkeitsreaktion zwischen Mutter und ungeborenem Kind mit verschiedenen Rhesusfaktoren vorbeugt. Ist eine rhesusnegative Frau mit einem rhesuspositiven Kind schwanger, so gelangen bei der Geburt kindliche Erythrozyten mit dem D-Antigen ins mütterliche Blut und führen dort zur Bildung von Antikörpern. Diese würden bei einer erneuten Schwangerschaft das Kind schädigen (Morbus hämolyticus fetalis). Spritzt man in diesen Fällen der Mutter während der Schwangerschaft oder sofort nach der ersten Geburt Anti-D-Immunglobuline (sog. Anti-D-Prophylaxe), werden die kindlichen Antigene gebunden und die Entstehung mütterlicher Antikörper wird verhindert. Auch Rhesus-Inkompatibilität.
Wissenschaft
Atomstrom aus der Batterie
Wir neigen dazu, radioaktives Material in erster Linie als gefährlich zu betrachten, und das aus guten Gründen. Dass es strahlt, bedeutet aber auch, dass es kontinuierlich Energie abgibt. Radioaktive Materialien eignen sich daher hervorragend für Batterien. Wird dabei ein Material mit einer langen Halbwertszeit verwendet, können...
Wissenschaft
Hirn-Immunsystem fördert Rückfälle in die Drogensucht
Drogen wie Kokain verändern tiefgreifend unser Gehirn. Wer einmal süchtig war, verspürt bei Entzug ein starkes Verlangen nach dem Rauschmittel. Eine Studie an Ratten zeigt nun, dass dabei offenbar die Immunzellen des Gehirns, die Mikroglia, eine wichtige Rolle spielen. Diese bauen während des Kokainentzugs Stützzellen im...