Wissensbibliothek
Wie zerkleinern Seeotter ihre Nahrung?
Mit Hammer und Amboss. Seeotter (Enhydra lutris) suchen ihre Nahrung aus Muscheln, Seeigeln, Krebsen und Fischen in mehreren Metern Tiefe am Meeresboden. Um die hartschaligen Beutetiere zu knacken, kommen sie an die Wasseroberfläche, wo sie auf dem Rücken treibend versuchen, den Fang auf einem kleinen flachen Stein zu zerschlagen, den sie auf ihrem Bauch balancieren. Jedes Mal, wenn sie mit Beute an der Oberfläche erscheinen, bringen sie einen passenden Stein mit. Da auch von Hand aufgezogene Tiere, die diese Technik nie zuvor bei anderen gesehen haben, dieses Verhalten zeigen, muss es auf angeborene Grundlagen zurückgehen.
Übrigens: Schmutzgeier (Neophron percnopterus) und Bartgeier (Gypaetus barbatus) nutzen eine ähnliche Technik, um an Nahrung zu kommen. Mit einem schweren Stein im Schnabel hämmern Schmutzgeier so lange auf ein Straußenei ein, bis die dicke Schale zertrümmert ist. Oder sie werfen ihren Kopf hoch und schleudern dabei den Stein auf das Ei. Das entstandene Loch wird dann mit dem Schnabel vergrößert und der nahrhafte Inhalt ausgeschlürft. Die Behauptung, dass Schmutzgeier Eier aus größerer Höhe fallen lassen würden, um sie so zu »knacken«, hat sich nicht bestätigt; diese Technik wendet jedoch der Bartgeier bei Knochen und auch bei Schildkröten an, um an das Mark bzw. das Fleisch im Panzerinneren zu gelangen.
Was das größte Artensterben aller Zeiten über unsere Zukunft verrät
Am Ende des Perm-Zeitalters vor 252 Millionen Jahren erlebte unser Planet das größte Artensterben seiner Geschichte. Drei Viertel allen Lebens auf der Erde verschwanden für immer. Und einiges, was damals geschah, könnte sich heute wiederholen. Wie Paläontologen herausgefunden haben, führte damals allein das Sterben tropischer...
Sonnenfinsternis in Maria Toast
Am 8. April erlebten die USA ihre zweite totale Sonnenfinsternis in einem Zeitraum von nur sieben Jahren. Das ist toll, aber auch gemein, denn bei uns in Mitteleuropa ist es erst am 3. September 2081 wieder so weit. Die Entfernung zwischen Erde und Mond ist so groß, dass Sonnenfinsternisse nur selten und selbst dann nur […]
...