Wissensbibliothek
Wie zerkleinern Seeotter ihre Nahrung?
Mit Hammer und Amboss. Seeotter (Enhydra lutris) suchen ihre Nahrung aus Muscheln, Seeigeln, Krebsen und Fischen in mehreren Metern Tiefe am Meeresboden. Um die hartschaligen Beutetiere zu knacken, kommen sie an die Wasseroberfläche, wo sie auf dem Rücken treibend versuchen, den Fang auf einem kleinen flachen Stein zu zerschlagen, den sie auf ihrem Bauch balancieren. Jedes Mal, wenn sie mit Beute an der Oberfläche erscheinen, bringen sie einen passenden Stein mit. Da auch von Hand aufgezogene Tiere, die diese Technik nie zuvor bei anderen gesehen haben, dieses Verhalten zeigen, muss es auf angeborene Grundlagen zurückgehen.
Übrigens: Schmutzgeier (Neophron percnopterus) und Bartgeier (Gypaetus barbatus) nutzen eine ähnliche Technik, um an Nahrung zu kommen. Mit einem schweren Stein im Schnabel hämmern Schmutzgeier so lange auf ein Straußenei ein, bis die dicke Schale zertrümmert ist. Oder sie werfen ihren Kopf hoch und schleudern dabei den Stein auf das Ei. Das entstandene Loch wird dann mit dem Schnabel vergrößert und der nahrhafte Inhalt ausgeschlürft. Die Behauptung, dass Schmutzgeier Eier aus größerer Höhe fallen lassen würden, um sie so zu »knacken«, hat sich nicht bestätigt; diese Technik wendet jedoch der Bartgeier bei Knochen und auch bei Schildkröten an, um an das Mark bzw. das Fleisch im Panzerinneren zu gelangen.
KI hilft beim Problem der Phasentrennung
Unter bestimmten Bedingungen kann eine Substanz gleichzeitig flüssig und gasförmig sein, doch unter welchen Bedingungen dies der Fall ist und wie hoch der Anteil der verschiedenen Zustände ist, ist schwer präzise vorherzusagen. Jetzt haben Physiker die gängige, aber aufwendige Methode der klassischen Dichtefunktionaltheorie durch...
Helium-Regen und ausgefranster Kern
Das Innere der Riesenplaneten im Sonnensystem ist äußerst exotisch, wie Daten von Raumsonden und Laborexperimenten zeigen. von THOMAS BÜHRKE Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun sind die Riesen im äußeren Sonnensystem. Diese Gasplaneten besitzen 99,5 Prozent der Gesamtmasse aller Planeten. Im Inneren Jupiters fänden mehr als 1300...