Lexikon
Nachrichtensatellit
Kommunikationssatellit; Fernmeldesatellitein künstlicher Erdsatellit zur Übertragung von Telefonaten, Daten, Bildern und Fernsehsendungen. Es gibt Nachrichtensatellitennetze für den Telefondienst im zivilen und militärischen Telefon- und Datenverkehr, für Telefon- und Datenübermittlung im ozeanischen Dienst zu Schiffen und Bohrinseln sowie für die Fernseh- und Rundfunkübertragung.
Es bestehen verschiedene Systeme von Nachrichtensatelliten: Im Fernseh- und Rundfunkdienst unterscheidet man zwischen aktiven Nachrichtensatelliten (Relaisnachrichtensatelliten), die Sendungen zwischen den Sende- und Empfangsbodenstationen der Rundfunkanstalten übertragen und direkt strahlenden Nachrichtensatelliten, z. B. Astra, Eutelsat, von denen man Sendungen unmittelbar über eine Spezialantenne (Schüssel- oder Flachantenne) zu Hause empfangen kann. Die notwendige Energie der Nachrichtensatelliten wird von Solarzellen geliefert.
Rundfunksender: Funktionsprinzip
Rundfunksender: Funktionsprinzip
Rundfunksender strahlen die von ihnen ausgehenden Wellen in alle Richtungen ab. Atmosphärische Wellen pflanzen sich geradlinig in die Atmosphäre fort, bis sie auf die als Reflektor wirkende Ionosphäre treffen, von der sie wieder zur Erde zurückreflektiert werden. Diese reflektierten Wellen ermöglichen somit Rundfunkempfang auch an Orten, die weiter als Sichtweite vom Sender entfernt liegen. Bei nochmaliger Reflexion der Radiowellen zwischen Erdoberfläche und Ionosphäre können große Reichweiten erzielt werden (bis über 20 000 km). Die sogenannten Bodenwellen breiten sich dagegen parallel zum Erdboden aus. Sie können deshalb kaum an Orten empfangen werden, die außerhalb Sichtweite vom Sender liegen. Mikrowellen werden von der Ionosphäre nicht reflektiert. Sie strahlen vom Sender geradlinig in den Weltraum ab und dienen so dem Nachrichtenverkehr mit Satelliten oder via Satellit mit Empfangsstationen auf der Erde.
© wissenmedia
Wissenschaft
Blutvergießen an der Tollense
Knapp 30 Jahre ist es her, dass an den Ufern der Tollense im heutigen Mecklenburg-Vorpommern ein pfeildurchbohrter Knochen gefunden wurde. In der Folgezeit trugen die Archäologen Überreste von etwa 140 Menschen zusammen. Die Untersuchungen ergaben: Sie sind etwa 3.300 Jahre alt. Doch was damals im Tollensetal geschah, ist bis...
Wissenschaft
Flüchtige Dogmen
Warum werden in der Biologie immer wieder Dogmen aufgestellt – und meist auch wieder gebrochen? Schließlich kommt der Begriff „Dogma“ historisch aus Theologie und Philosophie und bezeichnet vornehmlich eine – meist „von oben“ – beschlossene oder gar verordnete grundsätzliche Lehraussage, deren Wahrheitsanspruch als unumstößlich...