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Karzinoid
ein vor allem im Magen-Darm-Trakt, seltener auch in der Bauchspeicheldrüse oder in der Lunge auftretender, langsam wachsender, serotoninproduzierender Tumor, der sich aus mehreren, wenige Millimeter großen Tumoren zusammensetzt und im Verlauf Tochtergeschwülste (Metastasen) absetzt, zumeist in der Leber. Im medizinisch-pathologischen Sprachgebrauch werden Karzinoide auch unter dem Begriff neuroendokrine Tumoren zusammengefasst. Das Serotonin, ein biogenes Amin, löst das sog. Karzinoid-Syndrom aus: eine Flush-Symptomatik mit plötzlicher Hautrötung, häufig begleitet wird von Durchfall, Unterzuckerung, Herzrasen und Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen, Asthmaanfällen und allergischen Hautreaktionen. Das vermehrt mit dem Urin ausgeschiedene Abbauprodukte des Serotonins, 5-Hydroxyindolessigsäure, dient der Diagnose eines Karzinoids das, wenn möglich, operativ entfernt werden sollte. Im fortgeschrittenen Stadium wird zytostatisch behandelt.
Wissenschaft
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