Wahrig Herkunftswörterbuch

anhängen

[Info]
anhängen
Die Redensart jemandem etwas anhängen „einen Unschuldigen böswillig beschuldigen“ stammt aus dem Mittelalter. Hatte man jemanden überführt, der Gott gelästert oder Schmähreden geführt hatte, oder wollte man eine zänkische Frau demütigen, so hängte man ihnen im Wortsinne etwas an, nämlich einen schweren Stein. Dieser hieß mancherorts Bagstein, wohinter sich das mhd. Wort bâgen „zanken, streiten“ verbirgt. Aber auch die Bezeichnungen Klapperstein und Lasterstein sind belegt. Mit diesem Stein beschwert, musste der Delinquent um das Rathaus herum oder durch die Stadt laufen. Trinkerinnen hängte man sogenannte Schandflaschen oder flaschenförmige Holzklötze an den Hals; wer am Pranger stand, musste etwa eine Tafel oder ein Stück Blech tragen, die oder das den Grund für die öffentliche Bloßstellung nannte.
Fischer_NEU_02.jpg
Wissenschaft

Anders, als man denkt

„Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.“ Diese Formulierung stammt von Wilhelm Busch, der damit die Erwartungen des 19. Jahrhunderts poetisch auf den Punkt gebracht hat. Damals wurde Wissenschaft zum Beruf, was für den Soziologen Max Weber bedeutete, dass die Welt berechenbar und damit entzaubert wurde. Dies geschah...

Kaffebohne am Baum und im Kot
Wissenschaft

Wie sich Kaffeebohnen im Schleichkatzendarm verändern

Kopi Luwak ist eine der teuersten Kaffeesorten der Welt. Die Besonderheit: Er stammt aus Kaffeebohnen, die von Schleichkatzen gefressen und wieder ausgeschieden wurden. Durch die Passage durch den Verdauungstrakt der kleinen Allesfresser sollen die Bohnen ein intensiveres und zugleich milderes Aroma bekommen. Diese These haben...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon