Lexikon
Ambiguitạ̈tstoleranz
[die]
Begriff des neueren Rollenkonzepts, der sich auf das Verhältnis von gegenseitigen Rollenerwartungen und wechselseitiger Bedürfnisbefriedigung bezieht. Ambiguitätstoleranz liegt vor, wenn eine Person ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Rollenanpassung und eigenem Rollenentwurf finden kann, insbesondere in der Lage ist, Mehrdeutigkeiten und widersprüchliche Verhaltenserwartungen in der sozialen Begegnung auszuhalten und handelnd umzusetzen. Ambiguitätstoleranz stärkt die biografische Kontinuität und ist Ausdruck erworbener Ich-Entwicklung.
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