Wissensbibliothek
Was fürchtet der Mensch?
Vor allem die Freiheit. In zahlreichen bedeutenden Werken – etwa »Entweder – Oder«, »Die Wiederholung«, »Der Begriff Angst«, »Philosophische Brocken«, »Die Krankheit zum Tode« – überträgt Kierkegaard seine eigene Lebenserfahrung in brillanter philosophischer Analyse auf die allgemeine Situation der menschlichen Existenz: Der Einzelne steht in jedem Augenblick vor einer Entscheidung, unausweichlich heißt es immer wieder »entweder – oder«. Dieser Abgrund an Möglichkeiten erweckt im Menschen unweigerlich Angst, die Angst vor der eigenen Freiheit. Woran kann sich der Einzelne in dieser Angst halten, was kann ihm als Richtschnur dienen? Entweder das Streben nach größtmöglichem Lebensgenuss – oder die Forderung, sein Handeln vor seinem eigenen Gewissen und dem Anspruch des Absoluten zu verantworten.
Beides schließt sich aus und ist dem Menschen auf Dauer nicht möglich, ohne zur Verzweiflung zu führen. Denn der Mensch ist in seinem innersten Wesen zusammengesetzt aus Leib und Seele, aus Endlichkeit und Unendlichkeit, aus Zeitlichem und Ewigem. Eine nur »ästhetische«, am Genuss orientierte Lebenshaltung akzeptiert diese eigentümliche Zusammengesetztheit der menschlichen Natur ebenso wenig wie der Versuch, ganz in einer »ethischen« Verzichthaltung aufzugehen.
Leichte Schärfe
Untersuchungen per Magnetresonanztomografie helfen bei vielen schwierigen Diagnosen. Doch bislang waren die Geräte sperrig und teuer und in manchen Ländern unerschwinglich. Das ändert sich nun. von RALF BUTSCHER Wenn es drauf ankommt, setzen Ärzte häufig auf eine MRT. Denn die Magnetresonanztomografie bietet deutliche Vorteile...
Große Lithiumreserven auch in Norddeutschland
Im deutschen Tiefenwasser gibt es wahrscheinlich so viel Lithium, dass Deutschland seinen Eigenbedarf damit über Jahrzehnte decken könnte. Das zeigt eine Studie, die Vorkommen im Norddeutschen Tiefland und im Thüringer Becken untersucht hat. Benötigt wird der Rohstoff vor allem für Lithium-Ionen-Akkus, die unter anderem in...