Lexikon
dänische Literatur
Die dänische Literatur fällt in ihren Anfängen weitgehend mit der altnordischen Literatur zusammen. Eine eigentliche dänische Literatur entstand erst im 16. Jahrhundert (Thomas Kingo).
Das „goldene Zeitalter“ der dänischen Literatur begann mit dem aus dem norwegischen Bergen stammenden L. Holberg und fand in dem Lyriker und Märchenerzähler J. Ewald und dem Dramatiker A. G. Oehlenschläger seinen Höhepunkt. Hinzu kommen noch der Dramatiker H. Hertz und der weltweit bekannte Märchendichter H. C. Andersen.
Um die Mitte des 19. Jahrhunderts standen nicht wenige Autoren unter dem Einfluss der von S. Kierkegaard entfachten Ideendebatte. Den eigentlichen „Durchbruch“ zur Moderne erzwangen G. Brandes als Literarhistoriker sowie H. Drachmann und J. P. Jacobsen als führende Dichter.
Die moderne dänische Literatur erscheint trotz mancher ethischer Zielsetzungen im Widerspruch zwischen hauptstädtischer Zivilisation und bäuerlicher Kultur vor allem ästhetisch zurückgezogen. Der Einfluss H. J. Bangs auf den europäischen Impressionismus ist nicht zu unterschätzen, ebensowenig der der Nobelpreisträger H. Pontoppidan (1917) und J. V. Jensen (1944). Ebenfalls 1917 erhielt K. Gjellerup den Nobelpreis. Dramatiker von übernationaler Bedeutung sind K. Abell, K. Munk und C. E. Soya. Im Umkreis der Psychoanalyse bewegen sich H. C. Branner und M. A. Hansen. Abseits von allen Strömungen steht K. Blixen-Finecke mit ihren oft fantastischen Erzählungen und ihrer aristokratischen Lebenshaltung. Unter den Autoren, die seit den 1960er Jahren hervortraten, sind der vielseitige K. Rifbjerg, die Vertreterin der Systemdichtung I. Christensen, V. Sørensen, ein von der Psychoanalyse geprägter ironischer Erzähler, und Leif Panduro, Autor von humorvoll-fantastischen Romanen, zu erwähnen. In den 1970er Jahren dominierten gesellschaftspolitische Themen (Kirsten Thorup), während die Literatur der 1980er Jahre eine Hinwendung zum Exotischen erfuhr; international erfolgreich war hier P. Høeg. Im Zentrum der gegenwärtigen Lyrik und Prosa steht die Auseinandersetzung mit Sprache und die Suche nach einer neuen Ästhetik (Pia Tafdrup, Jens Christian Grondahl).
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