Lexikon
Gender-Medizin
[ˈdʒɛndə-; englisch „Geschlecht“]
Disziplin der Humanmedizin, die sich mit geschlechtsspezifischen Unterschieden hinsichtlich Vorsorge, Diagnose und Therapie befasst. Dahinter steht die Erkenntnis, dass Frauen und Männer vielfach unterschiedlich erkranken, Krankheiten verschieden wahrnehmen und vielfach auch unterschiedliche Behandlung benötigen. Das hat zum einen mit sozialen und psychologischen, zum anderen aber mit biologischen Unterschieden, etwa den unterschiedlichen Sexualhormonen, zu tun. Zum Beispiel äußert sich ein Herzinfarkt bei Frauen oft anders als bei Männern, so dass mehr Zeit bis zu einer Behandlung vergeht. Dementsprechend haben Frauen ein höheres Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben. Auch Medikamente können bei Männern und Frauen unterschiedlich wirken.
Wissenschaft
Kernkraft, Kernkraft überall
Ich rede gerne und oft über Kernkraft. Neu ist, dass die Leute mir dabei zuhören. Kernkraft ist kein Tabuthema mehr, selbst in Deutschland nicht. Das erste Kernkraftwerk wurde 1954 in der damaligen Sowjetunion in Betrieb genommen. In den folgenden 50 Jahren nahm die durch Kernkraftwerke produzierte Energie weltweit stetig zu....
Wissenschaft
Programmierbare Bakterienkiller
Die mRNA-Forschenden Katalin Karikó und Drew Weissman haben gemeinsam den Medizin-Nobelpreis 2023 erhalten. Ihre Erkenntnisse sind nicht nur die Basis für die Corona-Impfstoffe, sondern auch für neuartige Antibiotikatherapien. von JÜRGEN BRATER Als der britische Bakteriologe Alexander Fleming im September 1928 nach dem...