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Moldova: Kleines Land in Bessarabien

Moldova
Amtlicher Name:
Republik Moldova
Fläche:
33 800 km²
Einwohner:
4,2 Mio.
Hauptstadt:
Chişinău
Amtsprache(n):
Moldawisch
Währung:
1 Moldova-Leu = 100 Bani

Landesnatur

Fließt die Moldau durch Moldova?

Nein. Namensgebend war nicht der Fluss, der durch die Tschechische Republik fließt, sondern das Fürstentum Moldau, das von Siebenbürgen, der Walachei, Galizien und Podolien begrenzt wird.

Die Republik Moldova nimmt den Hauptteil Bessarabiens ein. Im Norden liegt die fruchtbare Belzysteppe, in der Mitte ein bewaldetes Hügelland, im Süden ein flaches und trockeneres Steppenland. Es herrscht gemäßigt kontinentales Klima.

Wirtschaft

Wovon lebt das Land?

In erster Linie von der intensiven Landwirtschaft. Angebaut werden v. a. Wein, Obst, Tabak, Weizen und Sonnenblumen. Außerdem wird Rinder-, Schweine- und Schafzucht betrieben. Viele Menschen sind auf Geldüberweisungen von den zahlreichen Moldawiern angewiesen, die im Ausland leben.

Moldova verfügt über keine nennenswerten Bodenschätze und muss alle Energierohstoffe einführen. Die Industrie beschränkt sich auf Nahrungsmittel-, Baustoff-, Textil-, Maschinen- und Elektroindustrie.

Geschichte

War das Gebiet Teil des Römischen Reiches?

Obwohl das Gebiet des heutigen Staates Moldova in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten unter römischem Einfluss stand, gehörte es nicht zum Römischen Reich.

Im 14. Jh. wurde Bessarabien Teil des Fürstentums Moldau. Seit dem 16. Jh. stand der Süden Bessarabiens unter türkischer Oberherrschaft. 1812 fiel ganz Bessarabien an Russland (1856–1878 große Teile beim Fürstentum Moldau bzw. bei Rumänien), 1918 kam es zum Königreich Rumänien. 1940 zwang die UdSSR Rumänien zur Abtretung des Gebiets. Der südliche Teil wurde der Ukraine angegliedert, der Hauptteil mit der 1924 gegründeten Moldauischen ASSR zur Moldauischen SSR vereinigt.

Am 27. 8. 1991 wurde Moldova unabhängig. Die Minderheiten der Russen und Gagausen riefen unabhängige Republiken aus, die aber von der moldawischen Regierung nicht anerkannt wurden. Während für Gagausien ein Autonomiestatut vereinbart wurde, entwickelte sich in der Transnistrischen Republik ein staatsähnliches Gebilde mit einem autoritären Regime.

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