Lexikon
Gleichgewichtssinnesorgane
Schweresinnesorganeauf die Gravitationskraft als Reiz ansprechende tierische Sinnesorgane, die meist in paariger Anordnung das Gleichgewicht aufrechterhalten; bei vielen wirbellosen Tieren flüssigkeitsgefüllte Blasen (Statocysten), in denen Schwerekörper (Statolithen, z. B. Sandkörnchen, Kalksteinchen, Kristalle) den Haaren von Sinneszellen aufliegen, die jede Lageveränderung des Statolithen registrieren.
Die Gleichgewichtssinnesorgane der Wirbeltiere liegen im Ohrlabyrinth (Ohr), und zwar ursprünglich (bei Fischen) mit drei Sinnesstellen (Maculae): im Sacculus, im Utriculus und in der Lagena. Ihre Sinneshaare (sekundäre Sinneszellen) werden vom 8. Gehirnnerv versorgt. Bei den höheren Wirbeltieren wird die Lagena zunehmend zum Gehörsinnesorgan. Lediglich die Sinnesstelle im Utriculus dient auch bei den Säugern noch als Gleichgewichtsorgan.
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