Lexikon
Gleichgewichtssinnesorgane
Schweresinnesorganeauf die Gravitationskraft als Reiz ansprechende tierische Sinnesorgane, die meist in paariger Anordnung das Gleichgewicht aufrechterhalten; bei vielen wirbellosen Tieren flüssigkeitsgefüllte Blasen (Statocysten), in denen Schwerekörper (Statolithen, z. B. Sandkörnchen, Kalksteinchen, Kristalle) den Haaren von Sinneszellen aufliegen, die jede Lageveränderung des Statolithen registrieren.
Die Gleichgewichtssinnesorgane der Wirbeltiere liegen im Ohrlabyrinth (Ohr), und zwar ursprünglich (bei Fischen) mit drei Sinnesstellen (Maculae): im Sacculus, im Utriculus und in der Lagena. Ihre Sinneshaare (sekundäre Sinneszellen) werden vom 8. Gehirnnerv versorgt. Bei den höheren Wirbeltieren wird die Lagena zunehmend zum Gehörsinnesorgan. Lediglich die Sinnesstelle im Utriculus dient auch bei den Säugern noch als Gleichgewichtsorgan.
Wissenschaft
Sanfter Strom
Mit nichtinvasiven Hirnstimulationen lassen sich Patienten nach einem Schlaganfall Erfolg versprechend behandeln. Auch bei Depressionen kann das Verfahren zum Einsatz kommen. von CHRISTIAN JUNG Ein Schlaganfall verursacht viel Durcheinander im Gehirn. Ausgelöst durch einen schlagartig auftretenden Mangel an Sauerstoff, kommt es...
Wissenschaft
Algen und Pilze auf dem Mars?
Seltsame Strukturen auf vielen Fotos der NASA-Rover geben Anlass zu Spekulationen über außerirdisches Leben. von RÜDIGER VAAS Als der Dresdner Geologe Ernst Kalkowsky 1908 vermutete, bestimmte geschichtete und knollige Steine im rund 250 Millionen Jahre alten norddeutschen Buntsandstein wären durch Lebewesen gebildet worden,...