Lexikon
Handpuppenspiel
einfachste Form des Puppentheaters, in Deutschland auch als Kasperle-Theater bekannt. Die Puppe besteht aus einem sehr großen, aus Holz geschnitzten oder aus Papiermasse oder Kunststoff geformten Kopf, an dem das Gewand befestigt ist. Als Bühne dient ein schmaler Raum hinter der Spielleiste, auf der die Figuren agieren. Der Spieler führt die Puppe mit der Hand, indem er sie so in die Figur steckt, dass der Zeigefinger den Kopf und der Daumen und der Mittelfinger die Arme bewegen können. Die ältesten Nachrichten über das Handpuppenspiel reichen bis ins Mittelalter zurück; im 19. Jahrhundert erlangte es besondere Popularität auf Straßen und Märkten und findet sich heute noch gelegentlich auf Jahrmärkten. In der Jugendbewegung wurde es auf ein künstlerisches Niveau gehoben (Hohnsteiner Puppenspiele).
Wissenschaft
Auch Makaken können Rhythmusgefühl entwickeln
Menschen können den Rhythmus einer Musik wahrnehmen und sich dazu im Takt bewegen. Doch diese Fähigkeit ist nicht auf Menschen und andere Tierarten mit Sprachtalent beschränkt, wie Forschende nun überraschend herausgefunden haben. Demnach können auch Makaken zu einem Beat klatschen, sofern sie vorher entsprechend rhythmisch...
Wissenschaft
„Urpferd“ war gar kein Pferd
Eine Stammbaumanalyse mithilfe von Fossilien liefert überraschende neue Einblicke in die Evolution von Pferden und verwandten Huftieren vor rund 55 Millionen Jahren. Demnach war das bislang als „Urpferd“ geltende Hyracotherium nicht so eng mit Pferden verwandt wie gedacht. Zudem zeigte sich, dass der älteste gemeinsame Vorfahre...