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LEXIKON

Koordinatinsverbindungen

[
ko:ɔr-
]
Komplexverbindungen
chemische Verbindungen höherer Ordnung; sie setzen sich zusammen aus Verbindungen erster Ordnung (die den klassischen Wertigkeitsregeln unterliegenden, einfach gebauten anorganischen Verbindungen, z. B. Wasser, Ammoniak, die Halogenide, Sulfide, Nitrate und fast alle organischen Verbindungen). Zu den Koordinationsverbindungen gehören die Doppelsalze und die Komplexsalze, wie die Hydrate, die Ammoniakate und die Blutlaugensalze (z. B. K3[Fe(CN)6]). Die um das Zentralatom (Fe) angeordneten Atomgruppen (CN) heißen Liganden; Zentralatom und Liganden ergeben zusammen den Komplex, der dadurch gekennzeichnet ist, dass die Ionen oder Atomgruppierungen, aus denen er sich zusammensetzt, nicht mehr mit den für sie spezifischen Reaktionen analytisch nachweisbar sind, sondern dass der Komplex im Ganzen eine für die betreffende komplexe Gruppierung charakteristische Reaktion gibt. So ist z. B. in dem roten Blutlaugensalz das Eisen nicht mehr mit den üblichen Nachweisreaktionen nachweisbar, wohingegen das komplexe Anion [Fe(CN)6]3 mit Eisenionen die spezifische Berliner-Blau-Reaktion gibt. Die Koordinationszahl des Zentralatoms gibt an, wie viele Liganden sich um dieses gruppieren können.
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