Lexikon
Koordinatiọnsverbindungen
[
Komplexverbindungenko:ɔr-
]chemische Verbindungen höherer Ordnung; sie setzen sich zusammen aus Verbindungen erster Ordnung (die den klassischen Wertigkeitsregeln unterliegenden, einfach gebauten anorganischen Verbindungen, z. B. Wasser, Ammoniak, die Halogenide, Sulfide, Nitrate und fast alle organischen Verbindungen). Zu den Koordinationsverbindungen gehören die Doppelsalze und die Komplexsalze, wie die Hydrate, die Ammoniakate und die Blutlaugensalze (z. B. K3[Fe(CN)6]). Die um das Zentralatom (Fe) angeordneten Atomgruppen (CN) heißen Liganden; Zentralatom und Liganden ergeben zusammen den Komplex, der dadurch gekennzeichnet ist, dass die Ionen oder Atomgruppierungen, aus denen er sich zusammensetzt, nicht mehr mit den für sie spezifischen Reaktionen analytisch nachweisbar sind, sondern dass der Komplex im Ganzen eine für die betreffende komplexe Gruppierung charakteristische Reaktion gibt. So ist z. B. in dem roten Blutlaugensalz das Eisen nicht mehr mit den üblichen Nachweisreaktionen nachweisbar, wohingegen das komplexe Anion [Fe(CN)6]3– mit Eisenionen die spezifische Berliner-Blau-Reaktion gibt. Die Koordinationszahl des Zentralatoms gibt an, wie viele Liganden sich um dieses gruppieren können.
Wissenschaft
»Dieser Perspektivwechsel ist längst überfällig«
Julia Sacher und Jellina Prinsen erforschen, wie sich hormonelle Schwankungen auf die Herz- und Gehirngesundheit von Frauen auswirken. Das Gespräch führte ALINA WOLF Prof. Julia Sacher, hat der Menstruationszyklus einen messbaren Einfluss auf das Gehirn? Sacher: Ja. Studien zeigen, dass hormonelle Veränderungen im Zyklusverlauf...
Wissenschaft
Stille Sternentode
Schwere Sterne können zu einem Schwarzen Loch kollabieren, ohne sich durch eine Supernova-Explosion bemerkbar zu machen. Nun gibt es eine Methode, solche Ereignisse zu erforschen. von DIRK EIDEMÜLLER Schwarze Löcher gehören zu den erstaunlichsten Objekten im Universum. Gemäß der Allgemeinen Relativitätstheorie kann eine...