Lexikon

Löchertheorie

von P. Dirac aufgrund seiner Wellengleichung (für Elektronen) entwickelte Theorie für die Positronen: Die Elektronenzustände negativer Energie, die aus der Wellengleichung folgen, sind nach der Löchertheorie im Allgemeinen voll besetzt und physikalisch nicht beobachtbar. Ein Loch in diesem „Dirac-See“ verhält sich wie ein positiv elektrisch geladenes Teilchen. (Eine ähnliche Vorstellung erklärt anschaulich die sog. Defektelektronenleitung im Halbleiter.) Die Paarerzeugung z. B. wird nach der Löchertheorie gedeutet als die Anhebung eines Elektrons aus einem nicht beobachtbaren Zustand negativer in einen beobachtbaren Zustand positiver Energie, wobei zugleich ein „Loch“ entsteht. Die Paarvernichtung stellt man sich in der Löchertheorie als Zurückfallen des Elektrons in das Loch vor.
Wissenschaft

Galaktische Geisterteilchen

Erstmals wurden energiereiche Neutrinos von der Milchstraße gemessen. von RÜDIGER VAAS Es gibt eine neue Karte unserer Welt – sehr unscharf, mit vielen weißen Flecken und Fragezeichen. Aber es zeichnen sich bereits erste Strukturen ab – wie im Nebel noch, doch bald werden wir klarer sehen. Es ist ein Gefühl wie bei der Entdeckung...

Deepfakes
Wissenschaft

Fakt oder Fiktion?

Immer mehr Fotos und Videoclips werden technisch manipuliert oder durch Künstliche Intelligenz (KI) geschaffen. Das menschliche Auge kann dabei kaum noch Fakten von Fakes unterscheiden. Das fordert die Gesellschaft heraus – und die Forschung obendrein. von TIM SCHRÖDER Als im März 2022 ein Video des ukrainischen Präsidenten...

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