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Mahdi-Miliz

Armee des Mahdi
von dem irakischen Schiitenführer Muktada Al Sadr, der eine Kooperation mit der US-amerikanischen Besatzungsmacht ablehnt und sich politisch am Iran orientiert, 2003 formierte bewaffnete Streitmacht, die in der Folgezeit als militärischer Arm der radikal-schiitischen Al-Sadr-Bewegung (Sadr-Gruppe) erheblich zur Destabilisierung des Irak beitrug. So lieferte sich die Mahdi-Miliz 2004 in Kerbela, Najaf und Sadr-City (Stadtteil von Bagdad) heftige Gefechte mit US-amerikanischen Truppen. 2006 konnte die Mahdi-Miliz gegen Polizeikräfte und die rivalisierende Badr-Miliz zeitweise die Kontrolle über die Stadt Amara erlangen. 2007 verkündete Muktada Al Sadr eine Waffenruhe, wodurch sich die Sicherheitslage im Irak stabilisierte. Im März 2008 kam es jedoch zu Kämpfen in der südirakischen Hafenstadt Basrah, als die irakische Armee eine Offensive gegen die dortigen Milizen startete.

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